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Die Kunst des negativen Denkens

Originaltitel
Kunsten å tenke negativt
Genre
Komödie
 
Norwegen 2007
 
79 min
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
18.09.2008 ( D | CH ) bei Kool Filmdistribution
 
 
Regie
Darsteller
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Die Kunst des negativen Denkens (Kino) 2007
Kool Filmdistribution

Schwarze Komödie über Kult des positiven Denkens

Der 33-jährige Geirr (Fridtjov Såheim) sitzt seit einem Verkehrsunfall im Rollstuhl und kommt mit seiner Behinderung nicht klar. Er raucht reichlich Marihuana und verbringt Tag für Tag in seinem abgedunkelten Zimmer mit Kriegsfilmen und der Musik von Jonny Cash. Seine Freundin Ingvild (Kirsti Eline Torhaug) ist am verzweifeln. So sehr sie ihn auch liebt - sie weiß nicht wie sie die Beziehung zu ihrem deprimierten Freund retten soll. Einen Ausweg sucht sie bei der Therapeutin Tori (Kjersti Holmen), die eine Selbsthilfegruppe leitet. Dazu gehört die immer lächelnden Schönheit Marte (Marian Saastad Ottesen), die seit einem Kletterunfall gelähmt ist, sowie ihr Mann, der für den Unfall verantwortlich war. Zu der Gruppe gehört auch eine alte Frau, die zwar nicht behindert, aber depressiv und Alkoholikerin ist. Ein weiterer Teilnehmer der Gruppe ist der stumme Asbjørn, der seit einem Schlaganfall ein Pflegefall ist. Sie alle haben durch die Therapie gelernt, ihr Schicksal positiv zu sehen. Um auch Geirr aufzuheitern, statten sie ihm einen Besuch ab. Dieser weigert sich jedoch, die Leute in sein Haus zu lassen und am Gespräch teilzunehmen. Er wird gegenüber der Therapeutin sogar handgreiflich. Die realistische und trostlose Einschätzung seiner Situation lässt er sich von der Psycho-Tante nicht schön reden. Es kommt zu einem Aufstand der Gruppe gegen die Therapeutin, nachdem Geirr den Anderen ihre angeblich aussichtslose und bittere Realität vor Augen führt. Die gescheiterte Psychologin sucht das Weite und die Gruppendynamik artet aus: Alkohol fließt en masse, es wird Gras geraucht und schließlich versucht man sich im russischen Roulette.


Der Norweger Bård Breien hat eine konsequent schwarze Komödie geschaffen. Das Thema Behinderung wird einerseits dramatisch, andererseits humoristisch dargestellt. Der Regisseur und Autor versucht den Alltag des Rollstuhlfahrers auf realistische Weise darzustellen, was ihm gut gelingt. Unverblümt zeigt er die Probleme Behinderter auf - wie das schwierige Sexleben, die Abhängigkeit von Anderen und die Unbeholfenheit in allen alltäglichen Situationen. Zudem macht sich die Komödie über den Kult des positiven Denkens lustig. Bård Breien wurde auf dem Karlsbader Filmfest 2007 als bester Regisseur ausgezeichnet.
Die Kunst des negativen Denkens
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Die Kunst des negativen Denkens (Kino) 2007
Der deprimierte Rollstuhlfahrer Geirr (Fridtjov Såheim) steht auf Joints, Kriegsfilme und Jonny Cash. Seine Frau sucht verzweifelt Rat bei einer Therapeutin. Beim Besuch der...  Clip starten

Bård Breien schuf eine schwarze Komödie, die das brisante Thema mit schwarzen Humor aufgreift.
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