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Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau

OriginaltitelEasy Virtue
GenreKomödie, Romanze
Land & Jahr Großbritannien 2008
FSK & Länge ab 6 Jahren • 96 min.
KinoDeutschland
AnbieterSony Pictures
Kinostart24.06.2010
RegieStephan Elliott
DarstellerJessica Biel, Fizz, Sheridan Jobbins, Stephan Elliott, Joe Reid, Oliver Reid
Homepage http://www.easy-virtue.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieInterviewDVDsbewerten

Schein und Sein - Zickenkrieg der besonderen Art

Als der junge Engländer John Whittaker (Ben Barnes) mit seiner frisch angetrauten Braut Larita (Jessica Biel) auf seinen Familienstammsitz zurückkehrt, reagiert seine Mutter (Kristin Scott Thomas) äußerst kühl. Sie wünscht sich eine andere Frau an der Seite ihres Sohnes. Er soll schließlich eines Tages das Erbe antreten und die Familie aus dem Bankrott führen, der kurz bevorsteht. Larita ist jedoch selbstbewusst, glamourös und vor allem sexy. Sie passt nicht in die perfekte Fassade, die Mrs. Whittaker über die Jahre aufgebaut hat. Larita selbst fühlt sich im herrschaftlichen Landsitz wie in einem Gefängnis. Die nach Freiheit und Unabhängigkeit strebende Rennfahrerin kann sich weder mit der Fuchsjagd, noch mit der Viehzucht anfreunden. Sie bemüht sich zwar ein Mitglied der Familie zu werden, doch bis auf Johns Vater (Colin Firth) scheint sich niemand über den Besuch zu freuen. Manipulationen und bösartige Gerüchte zeigen zunehmend Wirkung. Larita spürt, dass John ihr zunehmend entgleitet. Gleichzeitig bröckelt die Fassade der Familie Whittaker, dessen scheinbar so harmonisches Zusammenleben schon lange nur noch eine Farce ist.
Zugegeben ist der bitterböse trockene englische Humor nicht jedermanns Sache. All jene, die damit nichts anfangen können, sollten die Finger von "Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" lassen. Alle anderen werden sich blendend unterhalten. Stephan Elliott adaptiert nach Alfred Hitchcock als zweiter Regisseur das gleichnamige Theaterstück von Noël Coward. 1928 musste der Meister des Horrors noch auf die Qualitäten von Stummfilmstars zurückgreifen, um die britischen, ländlichen Eigenheiten der Protagonisten zum Besten zu geben. Glücklicherweise baut auch Elliott heute auf wahre Meister ihres Fachs. Vor allem Kristin Scott Thomas und Konkurrentin Jessica Biel zeigen, wie ein intelligent geführter Zickenkrieg aussieht und wie unterhaltsam er sein kann. Colin Firth brilliert ebenfalls, bewies er schon in vorangegangenen Produktionen, dass ihm der britische Humor bestens liegt. Ben Barnes macht das, was er am besten kann: hübsch dreinschauen und den unschuldigen, naiven Jüngling zum Besten geben.

Noël Cowards Intention war es sicherlich, den Schein einer Familie zu entlarven, dem harmonischen Familienleben die Maske zu entreißen und das Aufeinanderprallen zweier grundverschiedener Welten zu zeigen. Dies sind auch die zentralen Themen dieser zweiten Verfilmung, Elliott unterlegt dieses Sittenbild derart geschickt mit diesem speziellen, bissigen Witz, dass man nicht umhin kann, sich trotz der Tragik bestens zu amüsieren. Vorausgesetzt natürlich, man hat kein Problem mit dem britischen Humor.

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