Geliebte Clara - 2008 | FILMREPORTER.de
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Geliebte Clara

OriginaltitelClara
AlternativClara - vom Klang der Liebe (verworfener Titel)
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland/Frankreich/Ungarn 2008
FSK & Länge ab 6 Jahren • 107 min.
KinoDeutschland
AnbieterKinowelt Filmverleih
Kinostart04.12.2008
RegieHelma Sanders-Brahms
DarstellerNikolai Kinski, Sascha Caparros, Walter Theil, Aline Annessy, Marine Annessy, Christine Osterlein
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Drama über Clara Schumann und ihre Liebeswirren

Clara Schumann (Martina Gedeck) ist eine der bedeutenden Musikerinnen des 19. Jahrhunderts. Mit ihren Kompositionen reist sie um die Welt, auch wegen ihrer Klavierkonzerte gehört sie zu den Musikern der ersten Riege. Ihrem Mann Robert (Pascal Greggory) steht sie in nichts nach, die beiden gehen oft gemeinsam auf Konzertreise. Aber irgendwann hat Robert genug von dem Vagabundenleben, er will endlich sesshaft werden. Darum ziehen die Schumanns nach Düsseldorf, wo der gestresste Komponist die vakante Stelle des Städtischen Musikdirektors annimmt. Aber der sensible Geist ist der Arbeit nicht gewachsen, das Dirigieren ist nicht seine Sache. Er will komponieren, nicht eine Horde von ignoranten Musikern befehligen. Zudem leidet er unter Depressionen und starken Kopfschmerzen, die ihn längst in eine Medikamentenabhängigkeit getrieben haben. Aber die Familie will versorgt sein, unter dem Dach der Schumanns tummeln sich sechs Kinder. Also springt Clara ein, straft die Vorurteile der Musiker gegenüber Frauen in leitenden Funktionen Lügen und verhilft ihnen zu einem fantastischen Konzert. Da tritt der junge Johannes Brahms (Malik Zidi) ins Leben des Musikerpaars. Er bewundert Clara und Robert aufrichtig und ihm ist auch deren Anerkennung sicher. Sein Talent und seine liebenswerte Art machen ihn schnell zu einem festen Bestandteil der Familie. Aber wie lange wird das Dreiecksverhältnis funktionieren?
Helma Sanders-Brahms mutet dem Publikum einiges zu. Ihr Drama hat eher den Charakter eines Theaterstücks denn eines Films. Zu ausholend sind die Gesten der Schauspieler, zu übertrieben ihre Interaktion, zu lange hält die Kamera von Jürgen Jürges auf ein- und dasselbe Objekt. Die Symbolik kommt teilweise zu platt daher. So werden die künftigen Geschehnisse in einer der ersten Szene vorweggenommen, in welcher Robert Schumann während eines Konzertes seiner Frau seinen Ehering fallen lässt. Der rollt zufällig vor die Füße des jungen Johannes Brahms, woraufhin sich dessen Blick auf bedeutungsschwangere Weise mit demjenigen von Clara Schumann trifft. Alles ist zu dick aufgetragen, es wird einem schnell zu viel. Nach dem Verlassen des Kinos fühlt man sich, als hätte man gerade eine ganze Schwarzwälder Kirschtorte verdrückt - alleine.

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Bewertung
8,0
4,0 (Filmreporter)     
 (1 User)

Meinungen

Musik und Sensualität

Ganz im Gegensatz zu der Kritik von Ann-Catherin Karg, empfand ich den Film "Geliebte Clara" als reinen Genuss. Die "Schwarzwälder Kirschtorte", so von Ann-Catherin Karg... mehr
11.06.2009 21:44 Uhr - elsa

Trailer: 

Geliebte Clara

Nach jahrelangen Konzerttourneen wollen sich Clara (Martina Gedeck) und Robert Schumann (Pascal Greggory) endlich niederlassen. Der Komponist nimmt in...  Clip starten
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Helma Sanders-Brahmss Drama ist von großen Gesten und teilweise platter Symbolik geprägt. Die Schauspieler agieren wie auf einer Theaterbühne, die Blicke sind immer einen... mehr
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