Arsenal Filmverleih
Die Welt ist groß und Rettung lauert überall

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall

Originaltitel
Svetat e golyam i spasenie debne otvsyakade
Alternativ
The world is big and salvation lurks around the corner (Intern. Titel)
Regie
Stephan Komandarev
Darsteller
Predrag 'Miki' Manojlović, Branislav Fistric, Rok Cvetkov, Stephan Valdobrev, Heinz-Josef Braun, Dorka Gryllus
Kinostart:
Deutschland, am 01.10.2009 bei Arsenal Filmverleih
Kinostart:
Österreich, am 25.09.2009 bei Polyfilm
Kinostart:
Schweiz, am 26.03.2009 bei Filmcoopi
Genre
Drama
Land
Bulgarien, Deutschland, Slowenien, Ungarn
Jahr
2008
FSK
ab 6 Jahren
Länge
105 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Junger Mann entdeckt seine bulgarischen Wurzeln
Durch einem Verkehrsunfall hat der in Leipzig lebende gebürtige Bulgare Alexander (Carlo Ljubek) eine Amnesie erlitten. Seine Eltern sind bei dem Unglück tödlich verunglückt. Der Übersetzer erinnert sich weder an seine Kindheit in Bulgarien, noch erkennt er seinen Großvater Vasil (Miki Manojlovic), der ihn im Krankenhaus besucht. Zunächst will Sashko, wie ihn sein Opa liebevoll ruft, von seiner Herkunft nichts wissen. Lieber sitzt er apathisch in seinem Krankenzimmer und lässt die Behandlung der Ärzte über sich ergehen. Mithilfe von Fotos und einem Backgammon-Spiel schafft Vasil es, das Eis zu brechen. Er gilt in seinem bulgarischen Heimatdorf als Backgammonkönig. Erstaunlicherweise hat Sashko das Spielen nicht verlernt. Schließlich begeben sich beide mit einem Tandem auf die Reise in die alte Heimat. Sashko hat sie nicht mehr gesehen, seit er als achtjähriges Kind mit seinen Eltern nach Deutschland einwanderte. Die Familie ist aus dem kommunistischen Land geflüchtet, weil sich sein Vater als Gegner des politischen Systems bekannt hatte. Unterwegs kehren die Erinnerungen des jungen Mannes an seine Kindheit langsam wieder. Er lernt seine Herkunft und die damit verbundene Kultur kennen und schätzen.
Die ausgewogene Mischung aus schönen Erinnerungen von Großvater und Enkel und weniger schönen Erinnerungen an die politisch motivierten Konflikte der Familie, machen "Die Welt ist groß und Rettung lauert überall" sehenswert. Es wird deutlich, wie die Familie von dem Konflikt zerstört wurde und es dennoch schafft, Liebe für ihre alte Heimat und deren Kultur zu bewahren. Die Übergänge zwischen Rückblicken in die Vergangenheit und der filmischen Gegenwart sind durch weiche Schnitten getrennt. Sie machen deutlich, dass sich Sashko seiner Vergangenheit und seiner Herkunft nicht entziehen kann und sie angesichts seiner zeitweisen Amnesie neu entdecken muss. Regisseur Stephan Komandarev beweist Liebe zum Detail. Orte, Fotos oder Gegenstände schlagen für den Protagonisten eine Brücke. Spannung entsteht durch die Erzählperspektive. Zu Beginn wird der Zuschauer von Sashko als Erzähler an die Hand genommen, der den Protagonisten kurz vorstellt. Nach dem Unfall wird die Einführung abrupt abgebrochen, so dass der Zuschauer genau wie der Hauptakteur die fehlenden Informationen langsam zusammen setzen muss. Dieser abrupte Perspektivwechsel wird durch einen harten Schnitt nach dem Unfall markiert. Bildlich und akustisch unterstreicht Komandarev die Brutalität, mit der Alexander Familie und Identität genommen wurde.
Gudrun Schmiesing/Filmreporter.de
Das Drama erzählt von einem junger Deutschen, der sein Gedächtnis verliert. In poetischen und erschreckenden Bildern sieht man, wie er sich mit...
 
Das Drama erzählt von einem junger Deutschen, der sein Gedächtnis verliert. In poetischen und erschreckenden Bildern sieht man, wie er sich mit...
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Die Welt ist groß und Rettung lauert überall
2022