20th Century Fox
Independence Day

Independence Day

Originaltitel
Independence Day
Alternativ
Independence Day 3D
Regie
Roland Emmerich
Darsteller
Barry Nolan, George Putnam, Eric Michael Zee, Pat Skipper, Carlos Lara, Mike Monteleone
Kinostart:
Deutschland, am 09.09.1996 bei 20th Century
Kinostart:
Deutschland, bei 20th Century
Kinostart:
Österreich, bei 20th Century Österreich (Centfox Film)
Genre
Science Fiction, Action
Land
USA
Jahr
1996
FSK
ab 12 Jahren
Länge
142 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
7,0 (12 User)
Roland Emmerichs Science-Fiction-Blockbuster
"Independence Day" ist mehr Fiktion als Science. Ein Raumschiff solch kolossalen Ausmaßes wie von Roland Emmerich kreiert, würde bei der Landung auf der Erde gewaltige Kollateralschäden verursachen, bemängeln Wissenschaftler hierzulande. Den US-Kritikern sowie den Zuschauern war und ist das egal. Sie baden in einem Rausch atemberaubender Bilder und werden hervorragend unterhaltend. Der Film macht einfach Spaß. Auch wenn er von amerikanischem Pathos nur so trieft. Seltsam dass gerade ausländische Regisseure hier oft noch eine Schicht auflegen...

Es sind oft die kleinen Witze, die im Gedächtnis bleiben - auch weil sie den Zeitgeist widerspiegeln. 1996 ist Bill Clinton Präsident, ein smarter, charmanter und mit jugendlichem Elan punktenden Typ. Bei Emmerich wird daraus der militärisch erfahrene US-Präsident Thomas J. Whitmore (Bill Pullman), der selbst in die entscheidende Schlacht zieht.

Doch es sind ausgerechnet ein Jude und ein Schwarzer, welche die Welt vor gewaltbereiten Aliens retten sollen, witzeln Will Smith und Jeff Goldblum als Pilot Steven Hiller und Wissenschaftler David Levinson kurz vorm Start ihres futuristischen Raumschiffes. Zwei Tage vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag greifen Aliens die Erde an. Sie vernichten jeden, der sich ihren Eroberungsplänen in den Weg stellt. Die Gefahr wird von der Bürokratie in der US-Regierung zunächst herunter gespielt. Geheim gehaltene Begegnungen mit Ufos und deren Piloten sollen der Öffentlichkeit weiter vorenthalten werden. Doch in der Stunde der Entscheidung steht die Nation zusammen.
In Deutschland wird Roland Emmerich nach "Das Arche Noah Prinzip" und seinem Science-Fiktion-Versuch "Moon 44" ein bisschen verlacht. In Hollywood findet der 'Spielbergle aus Sindelfingen' eine neue Bleibe und mit ihm eine ganze Riege von Absolventen der Filmhochschule Ludwigsburg. Allen voran Special-Effects-Tüftler Volker Engel, der regelmäßig bezahlbare Lösungen für den Schwaben Emmerich findet.

Mit "Independence Day" liefern beide 1996 ihr erstes Meisterwerk. Knapp eine Milliarde Dollar spielt das mit sagenhaften 3.000 Special-Effects gespickte Heldenepos bislang ein. Roland Emmerich gesteht bereits unmittelbar nach der Premiere, er brauche nie wieder zu arbeiten. Anscheinend macht ihm das Filme machen aber immer noch Spaß. Denn der Science-Fiction-Fan macht mit Elan weiter. Mit seinen Weltuntergangsvisionen "The Day After Tomorrow" und "2012" alarmiert der Schwabe sogar ein wenig Amerikas grünes Gewissen.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
20th Century Fox
Will Smith und Jeff Goldblum am "Independence Day" auf Alienjagd
2022