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Lichter der Großstadt

Originaltitel
City Lights
Alternativ
Lichter der Großstadt - Eine Komödien-Romance als Pantomime; Charlie Chaplin - Lichter der Großstadt
Genre
Komödie
 
USA 1931
 
87 min, ab 6 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
01.02.1951 ( D ) bei Lupe
 
 
Regie
Darsteller
Links
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9,0 (Filmreporter)
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Charlie Chaplin - Lichter der Großstadt (DVD) 1931
Arthaus (Kinowelt Home Entertainment)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Charles Chaplins brillante Stummfilm-Romanze

Als der Tramp (Charles Chaplin) zum ersten Mal dem blinden Blumenmädchen (Virginia Cherrill) begegnet, verliebt er sich sofort in die hübsche Frau. Fortan macht er es sich zum Ziel, ihr das Geld für eine Augenoperation zu besorgen. Als er einem Millionär (Harry Myers) das Leben rettet, scheint er den richtigen Weg gefunden zu haben. Der reiche Exzentriker macht ihn zu seinem besten Freund. Fortan kann der gutmütige Tramp bei ihm leben und an rauschenden Festen teilnehmen. Allerdings ist der Millionär ihm nur dann wohlgesonnen, wenn er zuvor getrunken hat. Im nüchternen Zustand schmeißt er den Tramp immer wieder vor die Haustür seiner schicken Villa. Also versucht er das Geld für seine Angebetete auf andere Weise zu verdienen. Unter anderem wird er zum Straßenkehrer und Preisboxer, scheitert dabei jedoch immer wieder aufs Neue. Schließlich schenkt ihm der Millionär im Alkoholrausch doch noch das nötige Geld. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer: Dem Tramp wird das Geld schnell wieder gestohlen. Als er kurz darauf selbst des Diebstahls bezichtigt wird, scheint alle Hoffnung verloren.


Als Charles Chaplins "Lichter der Großstadt" im Jahre 1931 in die Lichtspielhäuser kommt, ist der Tonfilm bereits eine feste Größe. Dennoch besteht der Schauspieler und Regisseur darauf, seine Geschichte als Stummfilm zu realisieren. Die Romanze wird tatsächlich zu einem seiner finanziell erfolgreichsten Werke. Auch in künstlerischer Hinsicht ist die Mär vom Tramp und dem blinden Blumenmädchen ein Geniestreich. "Lichter der Großstadt" ist ein Paradebeispiel für Chaplins unnachahmliche Art, Poesie und Sozialkritik, Tragik und Humor zu einem vielschichtigen Ganzen zu verschmelzen. Geradezu genial ist beispielsweise die Inszenierung des Boxkampfes. Mit perfektem Timing choreographiert, wird das ungleiche Duell zwischen dem ängstlich umher tänzelnden Tramp und seinem körperlich weit überlegenen Gegner zu einer der komischsten Kampfszenen der Filmgeschichte. Nichtsdestotrotz kommt auch in diesen Momenten die Tragik des Tramps zum Tragen. Wie so oft, geht er auch am Ende dieses Kampfes als Verlierer hervor. Trotz seines Scheiterns stemmt er sich Sisyphos gleich immer wieder gegen die Absurditäten des Schicksals und bewahrt sich sein offenes und gütiges Wesen. Damit wird der Tramp zum humanistischen Gegenentwurf zur sozialen Kälte seiner Zeit. Trotz der Vielzahl umwerfend komischer Szenen, nimmt Chaplin auch die Liebesgeschichte zwischen seinem gutmütigen Helden und dem gebeutelten Blumenmädchen zu jedem Zeitpunkt ernst. So gelingt dem begnadeten Komiker eine brillante Romanze, die ihre Magie auch ohne Worte entfaltet.
Charlie Chaplin - Lichter der Großstadt
Arthaus (Kinowelt Home Entertainment)
"Lichter der Großstadt" ist ein Paradebeispiel für Charles Chaplins Talent, Poesie und Sozialkritik, Tragik und Humor zu einem vielschichtigen Ganzen zu verschmelzen. Der...
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