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Taking Woodstock

Originaltitel
Taking Woodstock
Genre
Komödie
 
USA 2009
 
120 min, ab 6 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
03.09.2009 ( D | CH | A ) bei TOBIS Film
 
 
Regie
Darsteller
Links
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brilliant  10|
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7,0 (Filmreporter)
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Taking Woodstock (Set) 2009
Tobis Film
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Sex, Drugs and Rock'n'Roll: Woodstock lebt

Ein heißer Sommer 1969 in Bethel, einer ruhigen und friedfertigen Kleinstadt im Bundesstaat New York. Dies ändert sich, als sich Elliot (Demetri Martin) entschließt, sein Leben in New York und seinen Traum als Innenausstatter aufzugeben, und zu seinen Eltern zurückzuziehen. Diese betreiben ein heruntergekommenes Hotel, das kurz vor der Zwangsversteigerung steht. Nur durch taktisches Geschick gelingt es Elliot, diese ein letztes Mal abzuwenden. Nun muss er innerhalb kürzester Zeit viel Geld aufbringen, um die Schulden zu bezahlen. Als im benachbarten Wallkill ein Konzert aufgrund der Einwohner-Proteste abgesagt wurde, entschließt sich Elliot kurzerhand, dieses in Bethel zu organisieren. Im Veranstalter Michael Lang (Jonathan Groff) findet er schnell einen Verbündeten. Nachdem man sich über die Rahmenbedingungen einig ist und eine perfekte Wiese für das Konzert gefunden hat, können die Vorbereitungen beginnen. Doch schnell wächst die Organisation dem unbedarften Elliot über den Kopf. Als klar wird, dass statt der erwarteten Tausend Besucher rund eine Million Menschen das Konzert besuchen wollen, ist es mit dem Frieden in Bethel vorbei.


Es ist schon seltsam, mit welcher Leichtigkeit der taiwanesische Regisseur Ang Lee immer wieder zwischen den Genres wandelt. Überraschte er Publikum und Kritiker im Jahr 2000 mit dem Fantasy-Epos "Tiger & Dragon", begeisterte er Kritik und Publikum 2005 mit dem Drama "Brokeback Mountain". 2008 hingegen liefert er mit "Taking Woodstock" einen sehr persönlichen Film über das legendäre dreitägige Rockfestival in Bethel 1969 ab, das als Legende auch spätere Generationen faszinierte. Lee hält sich zwar an den groben Ablauf des Festivals, an Namen, Termine und Bands, dennoch verliert er sich nicht in einer Pseudodokumentation über Woodstock. Ihm geht es vor allem um die Charaktere und ihre Entwicklung. In dem Sinne kann man "Taking Woodstock" reinen Gewissens als Coming-of-Age Geschichte bezeichnen, denn im Verlauf der drei Tage gelingt es Protagonist Elliot Tiber zu sich selbst zu finden und endlich einen eigenen Weg zu gehen. Diese Figur basiert übrigens auf dem realen Elliot Tiber, der mit seiner Autobiografie "Taking Woodstock: A True Story of a Riot, a Concert, and a Life" die Vorlage für Ang Lees Drama lieferte. Der Film spielt seine ganze Stärke aber erst durch intelligent besetzte Nebenrollen, wunderbare Dialoge und jene unterschwellige Komik aus, die man in Ang Lees Werk bisher nicht bemerkte. Und wer nun erwartet, dass der Film eine Hommage an all jene Bands ist, die damals auf der Bühne standen, der wird enttäuscht. Man erhascht weder einen Blick von der Bühne noch von den Bands, die auftreten. Insofern ist die Komödie doch wieder eine Hommage, da es einem Großteil der damaligen Festivalbesucher auch nicht gelang, das Festivalgelände zu erreichen. Und jene, die es schafften, waren so weit von der Bühne entfernt, dass es ihnen unmöglich war, etwas zu erkennen.
Taking Woodstock
Tobis Film
Taking Woodstock (Set) 2009
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