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Ein Augenblick Freiheit

Originaltitel
Ein Augenblick Freiheit
Genre
Drama
 
Österreich/Frankreich/Türkei 2008
 
110 min
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
09.01.2009 ( D | A ) bei Filmladen
 
 
Regie
Darsteller
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Ein Augenblick Freiheit (Kino) 2008
Filmladen
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Rührendes Drama über iranische Flüchtlinge

Zwei junge Männer fliehen unter dramatischen Umständen aus dem Iran. Ali (Navid Akhavan) und Merdad (Pourya Mahyari) wollen Alis Nichte und Neffen zu den Eltern nach Österreich bringen. Sie landen in einem Hotel in Ankara. Dort arbeitet ein dubioser Hotelportier, der zahlreiche Flüchtlinge als Gäste beherbergt. Auch die Kurden Manu (Fares Fares) und Abbas (Said Oveissi) warten auf ein Visum für die Europäische Gemeinschaft. Alle sind zunächst glücklich, den Weg bis in die Türkei überstanden zu haben und glauben sich nur noch einen Schritt von der Freiheit entfernt. Ihre Träume und Illusionen weichen schnell der Realität. Abbas, der schon eine Weile in Ankara ausharrt, belächelt den Optimismus des unverdrossen fröhlichen Manu. Als dieser ihm wegen seiner Betrübnis Vorwürfe macht, hält er ihm entgegen, er sei bloß "realistisch" und eben kein Träumer. Manu lässt sich davon nicht beirren. Auch die beiden jungen Männer werden schnell mit der brutalen Wirklichkeit konfrontiert. Als sich Merdad mit einer deutschen Aktivistin anfreundet, drohen die Dinge zu eskalieren.


Vom Glück träumen viele. Aber für die Helden dieser Geschichte bedeutet Glück in erster Linie das eigene Überleben und den Kampf für die eigenen Ideale. Arash T. Riahi gelingt es, den Zuschauer mit der harten Kost zu konfrontieren, ohne ihn mit dem politischen Thema zu überfordern. Für die Umsetzung engagierte der Regisseur zahlreiche Laiendarsteller. Fares Fares ist dem europäischen Publikum aus "Jalla! Jalla!" bekannt. Er verhindert mit seiner Komik, dass die tragischen Szenen den Zuschauer überrollen. Die Charaktere ziehen den Zuschauer schnell in ihren Bann, so dass er von ihrem Schicksal berührt wird. Dennoch muss man an manchen Stellen trotz des traurigen Themas herzhaft lachen. Komik und Tragik wechseln sich so gekonnt ab, dass die Dichte des Films nicht emotional überfordert. Riahi schrieb das Drehbuch insgesamt 14 Mal um, entschied sich aber am Ende für eine unverkürzte Fassung, in der die Schicksale en Detail beleuchtet werde. Er tat recht daran. Fazit: "Ein Augenblick Freiheit" berührt und beschäftigt seine Zuschauer noch lange nach dem Kinobesuch.
Ein Augenblick Freiheit
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Dem iranisch-österreichischen Filmemacher Arash T. Riahi gelingt es überzeugend, aus einem schwer verdaulichen Stoff eine sowohl anrührende als auch humorvolle Geschichte zu...
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