FILMREPORTER.DE
Best Entertainment
Filmreporter-RSS

Endstation der Sehnsüchte

Originaltitel
Endstation der Sehnsüchte
Alternativ
Home from Hom (Intern. Titel)
Genre
Dokumentarfilm
 
Deutschland 2009
 
95 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
29.10.2009 ( D ) bei Zorro Film
 
 
Regie
Darsteller
Homepage
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
(0 User)
6,0 (Filmreporter)
 Es gibt noch keine Userkritik!
Endstation der Sehnsüchte (Kino) 2008
Zorro Filmverleih
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Doku über deutsch-koreanische Rentnerpaare

In den 1970er Jahren zogen einige Koreanerinnen nach Deutschland aus, um als Gastarbeiterinnen Geld zu verdienen. Die meisten fanden dabei auch den Mann fürs Leben, gründeten Familien und blieben bis zum Rentenalter in Deutschland. Die Sehnsucht nach der alten Heimat blieb. Drei der Auswanderinnen kehrten nun mit ihren deutschen Männern nach Korea zurück und ließen sich in einem eigens angelegten Dorf namens Dogil Maeul - das deutsche Dorf - nieder. Die Siedlung sieht aus wie viele deutsche Dörfer, und doch liegt sie an Koreas Küste. Für die Einheimischen ist die ungewohnte Bauart eine Attraktion, für die drei Paare ist es der Ort für den geruhsamen Lebensabend. Doch irgendwie vermissen sie hier das ferne Deutschland, das einen großen Teil ihres Lebens geprägt hat. So werden Würste und Vollkornbrot selbst hergestellt und es wird in deutscher Unart über die Unordnung und die Unzuverlässigkeit der Koreaner geschimpft. Nicht jeder der Herren kommt mit der fremden Sprache zurecht, so bleiben Kontakte zu den Einheimischen eine große Herausforderung, eine Zeichensprache mit Händen und Füßen muss die sprachlichen Lücken füllen.


Nach ihrer hochgelobten Doku "Full Metal Village" widmet sich Regisseurin Sung Hyung Cho ihrer koreanischen Heimat und bleibt dabei Deutschland dennoch treu. In ruhigen Bildern, die stellenweise zu viel Ruhe bringen, zeigt sie das ungewöhnliche Leben deutsch-koreanischer Rentnerpaare, die zwischen zwei Kulturen ihren Lebensabend verbringen. Ein wenig schrullig sind sie schon, und doch harmonieren sie miteinander. Die Atmosphäre der deutschen Siedlung wirkt auf den Zuschauer äußerst skurril und fast beklemmend. Die Ortschaft scheint wie ausgestorben, es sei denn, Touristen latschen durch die Vorgärten und machen Fotos. Am sozialen Leben der Einheimischen können die Männer aufgrund der Sprachbarriere kaum teilnehmen. Da muss die Liebe schon sehr groß sein, dass sie sich im hohen Alter noch auf so ein Abenteuer einlassen. Auch wenn das Abenteuer daraus besteht, tagein tagaus auf der Terrasse zu sitzen und aufs Meer hinauszuschauen. "Endstation der Sehnsüchte" zeigt eine unbekannte Variante eines Alterswohnsitzes. Interessant, davon zu erfahren, doch viele Fragen über die Motivation oder die Ansichten der Protagonisten bleiben unbeantwortet.
Endstation der Sehnsüchte
Zorro Filmverleih
Endstation der Sehnsüchte (Kino) 2008
In den 1970er Jahren zogen einige Koreanerinnen nach Deutschland aus, um als Gastarbeiterinnen Geld zu verdienen. Die meisten fanden dabei auch den Mann fürs Leben, gründeten...  Clip starten

Sung Hyung Cho berichtet in ruhigen Bildern vom Alltag dreier deutsch-koreanischer Rentnerpaare, die ihren Lebensabend in einem deutschen Dorf an der koreanischen Küste verleben.
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
© 2020 Filmreporter.de