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Das Vaterspiel

Originaltitel
Das Vaterspiel
Alternativ
Kill Daddy Good Night; Das Vaterspiel
Genre
Drama
 
Österreich/Deutschland/Frankreich 2009
 
117 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
26.11.2009 ( D | A ) bei Alamode Filmdistribution
 
 
Regie
Darsteller
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Das Vaterspiel (Kino) 2008
Alamode Filmverleih
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Michael Glawogger wagt eine Romanverfilmung

Rupert Kramer (Helmut Köpping) ist 35 Jahre alt, empfindet für seine Schwester mehr als nur Geschwisterliebe und hasst seinen Vater abgrundtief. Nächtelang tüftelt er an einem Ballerspiel, in dem sein Vater die Zielscheibe bildet. Er hofft, das Computerspiel eines Tages gewinnbringend zu verkaufen. In dieser lethargischen Phase seines Lebens kommt ein Anruf seiner ehemaligen Studienkollegin Mimi (Sabine Timoteo) aus New York gerade recht. Auf ihre Bitte hin reist er in den Big Apple, um das Versteck ihres Großvaters, einem litauischen Nazis, zu renovieren. Der versteckt sich seit mehr als 32 Jahren im Keller eines unauffälligen Hauses auf Long Island. Zeitgleich versucht Jonas (Ulrich Tukur) im weit entfernten Ludwigsburg die Geschichte seines vor vielen Jahren in Litauen ermordeten jüdischen Vaters niederzuschreiben. Er versucht auch, die Biografie des hauptschuldigen Naziverbrechers zu rekonstruieren. Derweil bekommt Rupert in New York immer größere moralische Bedenken an seinem Handeln. Als sich sein "Vaterspiel" auch noch über einen Online-Spielvertrieb großer Beliebtheit im Netz erfreut, ist er sich über sein Tun gar nicht mehr so sicher. Und es soll noch dicker kommen, sein Leben bleibt außer Rand und Band.


Michael Glawoggers "Das Vaterspiel" verknüpft drei Familiengeschichten, die über Zeit und Raum hinweg miteinander verbunden sind: Litauen 1941, Ludwigsburg 1959, Wien Mitte der Neunziger Jahre und New York 1999. Der Regisseur basiert seinen Film auf dem gleichnamigen, 1999 erschienenen Roman von Josef Haslinger und geht damit zum ersten Mal nicht von einem Originaldrehbuch aus. Obwohl es Glawogger nie interessiert hat, ein gut funktionierendes Buch mit bewegten Bildern zu unterlegen, erklärt er seinen Beweggrund, "Das Vaterspiel" dennoch zu machen, folgendermaßen: "Das eine war diese künstliche Welt, die sich ein verschlossener, junger Mann aufbaut, und das andere war die fehlende Reue des Kriegsverbrechers. Visuell verbunden ist das durch jene Nacht, in der die erfundene Welt, die sich der Ratz erschaffen hat, auf ihn selber zurückfällt. Das waren die Momente, die ich als wirklich filmisch empfunden habe."
Das Vaterspiel
Alamode Filmverleih
Das Vaterspiel (Kino) 2008
Trailer: Das Vaterspiel
Rupert Kramer (Helmut Köpping) ist 35 Jahre alt, empfindet für seine Schwester mehr als nur Geschwisterliebe und hasst seinen Vater abgrundtief. Nächtelang tüftelt er an...  Clip starten

Galerie: Das Vaterspiel
Drei Familien, drei Schicksale. Michael Glawogger verknüpft in "Das Vaterspiel" Raum und Zeit miteinander. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, aber auch darum, wie man sich...
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