The Pervert's Guide to Cinema - 2006 | FILMREPORTER.de
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The Pervert's Guide to Cinema

Präsentiert von Slavoj Žižek

OriginaltitelThe Pervert's Guide to Cinema
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Großbritannien/Österreich/Niederlande 2006
FSK & Länge ab 16 Jahren • 154 min.
KinoDeutschland
Kinostart12.03.2009
RegieSophie Fiennes
DarstellerSlavoj Zizek
Homepage https://http://www.thepervertsguide.com
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerienDVDsbewerten

Amüsante Einführung in die Geheimnisse des Kinos

Für den slowenischen Philosophen und Psychoanalytiker Slavoj Žižek ist der Film die ultimativ perverse Kunstform. Sie gibt nicht, was man begehrt, sondern sie sagt einem, was man begehrt. Anhand von Filmbeispielen führt Žižek in die Grundbegriffe der Psychoanalyse ein. So symbolisieren die drei Stockwerke des Hauses in "Psycho" das Ich, das Über-Ich und das Es. Mit viel Witz erklärt er auch die Beziehungen der Begriffe zueinander. Wenn Norman Bates (Anthony Perkins) seine Mutter aus der ersten Etage in den Keller trägt, trägt er sie von seinem Über-Ich ins das Es und damit von seinem Gewissen in sein Unbewusstes. Žižek zeigt Szenen aus über 40 Filmen und betätigt sich dabei sowohl als Führer als auch als Präsentator.

Die Filmausschnitte reichen von "Lichter der Großstadt" über "Blue Velvet" bis hin zu "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith". "Pervert's Guide to Cinema" besteht aus drei Teilen. Der erste Teil behandelt die Grundthemen von Sigmund Freuds Werk, der zweite erklärt, was Phantasie mit Sexualität zu tun hat und der dritte spielt mit dem Sichtbar werden. Žižek zeigt dem Zuschauer den Schlüssel zum Kino. Er verrät uns was hinter dem Narrativen, hinter der Geschichte steckt.
Slavoj Žižek erweist sich als wahrer Filmkenner und Liebhaber. Es ist eine Freude zu sehen, mit welchem Engagement er die Geheimnisse des Kinos entschlüsselt. Nicht nur, dass seine Analysen Spaß machen, sie verraten dem Zuschauer auch viel über sich selbst. Seine Einführung in die Kinogeschichte behandelt die Bedeutung von Begriffen wie Verlangen, Sexualität, Phantasie, Realität, Materialismus und Subjektivität. Regisseurin Sophie Fiennes inszeniert Žižek an Originalschauplätzen und Nachbauten von Filmsets. Das stützt dessen Erklärungen. Žižek zeigt, wie Film und Fernsehen durch ihre Unmittelbarkeit komplexe Ideen vermitteln können. "Pervert's Guide to Cinema" ist ein ungewöhnlicher Kanon für Filmfreunde, der zeigt, dass Bildung auch Freude machen kann.
The Pervert's Guide to Cinema

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