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Contact High - The good, the bad and the bag

Originaltitel
Contact High
Genre
Komödie
 
Österreich/Deutschland/Luxemburg/Polen 2009
 
100 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
18.06.2009 ( D | A ) bei DCM (Delphi Filmverleih)
 
 
Regie
Darsteller
Homepage
Links
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4,0 (Filmreporter)
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Contact High - The good, the bad and the bag (Kino) 2009
Delphi Filmverleih

Bemüht psychodelisches Roadmovie aus Österreich

Der etwas tuntige Autohändler und Ganove Harry (Detlev Buck) kriegt von Groß-Gangster Carlos (Jeremy Strong) den Auftrag, eine geheimnisvolle Tasche im polnischen Lodz abzuholen. Doch der blondierte Freizeitphilosoph will sich nicht selbst die Finger schmutzig machen und beauftragt den wahnsinnigen Choleriker und langzotteligen Autonarren Schorsch (Georg Friedrich). Der will jedoch lieber Autorennen fahren und gibt an Mao (Pia Hierzegger) ab, die ihm noch einen Gefallen schuldet. Doch die Drogenhändlerin und Würstelbudenbesitzerin muss auf die achtjährige, antiautoritär erzogene Sissy (Alina Pölzl) aufpassen. Die Tochter einer Freundin macht enorme Schwierigkeiten. Also gibt Mao die Aufgabe wiederum an ihre beiden trotteligen Angestellten Max Durst (Michael Ostrowski) und Hans Wurst (Raimund Wallisch) ab. Als Harry merkt, dass Schorsch gar nicht selbst nach Polen gefahren ist, zwingt er ihn, mit ihm zu kommen um die beiden Chaoten zu überwachen. Während Harry und Schorsch in ihrem 67er Ford Mustang Gas Richtung Lodz düsen, nehmen Max und Hans den Zug. Doch irgendwie klappt nicht alles, wie geplant, aber das war ja wohl schon klar, oder?


Der Titel des österreichischen Psychodelic-Roadmovies "Contact High" bezieht sich auf einen Zustand, der eintreten kann, wenn man mit anderen im Drogenrausch ist. Der Rausch infiziert in gewissen Fällen andere, obwohl diese keine Drogen genommen haben. Auf den Film übertragen kann man sagen, dass Regisseur Michael Glawogger bestimmt jede Menge Spaß beim Dreh seiner betont verrückten Drogenkomödie hatte. Leider überträgt sich dieser nur gelegentlich auf den Zuschauer, etwa, wenn der grandiose Detlev Buck im Bild ist, der selbst aus dem Zuschlagen einer Autotür noch eine schauspielerische Glanzleistung macht. Ansonsten ist "Contact High" ein zahnloser, bemühter zweitklassiger Aufguss von Terry Gilliams "Angst und Schrecken in Las Vegas" und Quentin Tarantinos "Pulp Fiction". Story und Figuren eröffnen viele Möglichkeiten, die jedoch meist an dem zum Fremdschämen holprigen Drehbuch von Michael Glawogger und Hauptdarsteller Michael Ostrowski verpuffen. Der schaut aus, wie eine magere Kopie von Moritz Bleibtreu und spielt auch so - mit fehlendem Gespür für Timing und Pointen. Zu loben ist die wunderbar bunte Ausstattung, die Polen liebenswert übertrieben trashig zeigt. Der Songtrack besteht aus guten Songs, die ganz nach Tarantino-Vorbild vorwiegend leicht irrer Tex-Mex- oder Surf-Rock sind. Doch die meisten Songs kennt man schon. Echt schade, anstatt einen guten österreichischen Film wie Wolfgang Murnberger und Konsorten abzuliefern, scheitert Glowogger: ein Rohrkrepierer.
Contact High - The good, the bad and the bag
Delphi Filmverleih
Contact High - The good, the bad and the bag (Kino) 2009
Der Titel des österreichischen Psychodelic-Roadmovies "Contact High" bezieht sich auf einen Zustand, der eintreten kann, wenn man mit anderen im Drogenrausch ist. Der Rausch...  Clip starten

In seinem psychodelischen Roadmovie begibt sich Michael Glawogger erfolglos auf die Spuren von Quentin Tarantino und Terry Gilliam.
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