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Super

Originaltitel
Super
Genre
Science Fiction
 
BRD 1983
 
101 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
11.05.1984 ( D ) bei Atlas Film
 
 
Regie
Darsteller
Links
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Die Ruhrgebietssaga (DVD) 1978-1991
Turbine Medien
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Adolf Winkelmanns trostlose Zukunftsvision

Deutschland in der fernen Zukunft. Das Land ist zu einer trostlosen Gegend verödet. Am Ende der Welt erbt die junge Inga (Renan Demirkan) eine Tankstelle. Sie würde aber am liebsten in die Südsee fliehen, wo der Himmel blau ist und Palmen wachsen. Als Ex-Freund Alex (Udo Lindenberg) mit seiner neue Flamme Ruth (Inga Humpe) an der Tankstelle auftaucht, sorgt der überraschende Besuch für großes Gefühlschaos. Die Polizisten Hilpert (Gottfried John) und Krause (Hermann Lause) ermitteln verdeckt. Ihnen ist zu Ohren gekommen, dass für viele die Tankstelle ein Ausgangspunkt für die Flucht aus Deutschland ist. Bald spitzt sich die Situation zu.


Mit seinem Spielfilmdebüt "Die Abfahrer" erregt Regisseur Adolf Winkelmann 1978 die Aufmerksamkeit von Kritik und Publikum. Der Nachfolger "Jede Menge Kohle" (1981) macht ihn zu einer signifikanten Größe in der deutschen Filmlandschaft. Die cineastischen Milieu- und Charakterstudien aus dem Ruhrgebiet sind sein Markenzeichen. In seinem dritten Spielfilm "Super" (1984) traute er sich auf unbekanntes Terrain. Mit der Mischung zwischen Science-Fiktion und Liebesgeschichte inszeniert er den Fluchttraum vieler Menschen aus einer trostlosen Situation. Der Film schwächelt im Vergleich zu seinen ersten Produktionen. Die thematische Überlastung ist einer der Gründe für das ernüchternde Ergebnis. Im Film geht es "um fast alles, was die gesellschaftspolitische Diskussion gegenwärtig zu bieten hat: Ökologie und Frieden, Verkabelung, Überwachung und Aussteiger", schreibt Filmkritiker Raimund Gerz für epd Film im Juni 1984. Die charismatischen Chaoten aus "Die Abfahrer" und "Jede Menge Kohle" fehlen und sehr bald kehrt Langeweile ein. Rockmusiker Udo Lindenberg und Kollegin Inga Humpe übernehmen die Hauptrollen. Trotz der Besetzung überzeugt kommt der Film nicht an die Qualität anderer Winkelmanns-Filme heran.
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