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Jeder braucht einen Engel

OriginaltitelAn Angel for May
GenreDrama, Abenteuer
Land & Jahr Großbritannien 2002
FSK & Länge ab 6 Jahren • 96 min.
KinoDeutschland
RegieHarley Cokeliss
DarstellerJulie Cox, John Skevington, Terence Maynard, Rob Riley, Andy Devine, Carol McGuigan
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Magische Zeitreise in die Vergangenheit

Das Leben des zwölfjährigen Tom (Matthew Beard) verläuft nicht gerade nach Plan. Sein leiblicher Vater ist abgehauen, sein Stiefvater ist in seinen Augen ein Idiot und seine Mutter nervt. Die Mitschüler hänseln ihn, da er mit seinen Gedanken ständig abwesend ist. Als ihm wieder mal alles zu viel wird, zieht er sich auf eine Wiese zurück. Als Tom gegen eine alte Mauer stürzt, fällt er in ein Zeitloch. Er landet zwar am selben Ort, allerdings zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Dort trifft er auf die gleichaltrige May (Charlotte Wakefield) und freundet sich mit dem Mädchen an. Auch Farmbesitzer Sam Wheeler (Tom Wilkinson) und Evelyn (Dora Bryan) schließen Tom in ihr Herz. Dennoch ist der Junge überglücklich, als er endlich wieder zu Hause in seiner Zeit ist. Lange kann er aber nicht bleiben. Als er erfährt, dass ein Bombenangriff Mays Leben zerstört hat, beschließt er, erneut in die Vergangenheit zu reisen und May zu helfen.
Es ist Tom Wilkinson zu verdanken, dass "An Angel for May" jene Aufmerksamkeit erhält, die er verdient. Bis auf ihn sind alle anderen Darsteller unbekannt. Dies mindert den Reiz des Films nicht. Im Gegenteil. Vor allem die jungen Darsteller Matthew Beard und Charlotte Wakefield können überzeugen, wenngleich ihr Spiel manchmal etwas hölzern wirkt. Doch das ist angesichts ihres Alters nicht weiter tragisch. Erstaunlich ist, dass es Wilkinson gelingt, Vertrauen zum Film zu fassen. Die Geschichte beginnt mit dem Fund eines kleines, verschüchterten Mädchen in den Ruinen eines zerbombten Gebäudes, wahrscheinlich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Dann folgt ein Sprung in die Gegenwart. Ein kleiner, verwöhnter Junge will von zu Hause ausreißen, da er mit seiner gegenwärtigen Situation alles andere als zufrieden ist. Bis hierhin ist es schwierig, der Geschichte zu folgen. Erst als Tom Wilkinson auftaucht, verpasst er - durch seine Präsenz - der Story jene Atmosphäre, die den Zuschauer bis zum Ende an den Film bindet. Sieht man genauer hin, wirkt die übertrieben moralische Botschaft auf Erwachsene frustrierend. Diese besagt, dass ein verwöhnter Junge erst dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wird, wenn er harte Zeiten erlebt hat. Dennoch, unterm Strich ist "Jeder braucht einen Engel" ein spannnender Film, für Erwachsene und Kinder. Und für diese ist die Moral der Geschichte ja auch gedacht.

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