Agora Films
Welcome

Welcome

Originaltitel
Welcome
Regie
Philippe Lioret
Darsteller
Otis Ba, Florence Hebbelynck, Jérémy Bocquet, Félix Verhaverbeke, Max Rensonnet, Jacques Herlin
Kinostart Deutschland
am 04.02.2010 bei Arsenal Filmverleih
Kinostart Österreich
am 14.05.2010 bei Polyfilm
Kinostart Schweiz
am 10.12.2009 bei Xenix Film
Genre
Drama
Land
Frankreich
Jahr
2009
Länge
115 min.
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Flüchtling auf dem Weg ins gelobte Land
Seit zwei Monaten ist Teenager Bilal (Firat Ayverdi) nun schon unterwegs. Über die Türkei, Albanien und weitere Transitstationen hat er es bis in die französische Hafenstadt Calais geschafft. Der kurdische Flüchtling will zu seiner Freundin Mîna (Derya Ayverdi) nach London. Am Ärmelkanal ist für ihn zunächst Endstation. Er trifft auf viele Leidensgenossen, die in der Stadt ausharren und immer wieder versuchen, illegal nach England einzureisen. Bilal ist schließlich gewillt die schmale, aber gefährliche Wasserstraße schwimmend zu überwinden. Um das Schwimmen zu erlernen besucht er das städtische Schwimmbad und trifft dort auf Bademeister Simon (Vincent Lindon). Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft mit einigen Risiken, denn es ist Einheimischen in Calais nicht erlaubt Flüchtlinge zu unterstützen. Dies ist allerdings nicht das einzige Problem für Simon, muss er doch auch noch die anstehende Scheidung von seiner Frau Marion (Audrey Dana) verdauen.
"Welcome" beginnt vielversprechend, mündet gegen Ende jedoch in einer ausgewaschenen Liebesgeschichte. Durch den Perspektivwechsel versäumt es Regisseur Philippe Lioret das Schicksal der Flüchtlinge von Calais genauer unter die Lupe zu nehmen. Zugleich wäre eine Fokussierung in Richtung des Alltags der Gestrandeten ein Sujet, welches dem Zuschauer nicht oft auf der Kinoleinwand begegnet. Trotz der kritischen Anmerkung kann man der Inszenierung eine gewisse Tiefe und Sensibilität mit der angedeuteten Problematik nicht absprechen. Vor allem die Schauspielleistungen überzeugenen. Vincent Lindon und Firat Ayverdi vermitteln glaubhaft den Eindruck einer Freundschaft gegen alle juristischen und gesellschaftlichen Normen. Schätzungen zufolge halten sich mehr als 2.000 Flüchtlinge in Calais und Umgebung auf. Sie stammen aus Krisenregionen wie Afghanistan, Eritrea, Kurdistan oder Dafour. Als blinde Passagiere versuchen sie auf verschifften Lastwagen den Ärmelkanal zu überqueren. Nur die wenigsten von ihnen gelangen ans Ziel.
Timo Buschkämper, Filmreporter.de
Videoclip: Welcome
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Galerie: Welcome
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2021