Koch Media
The Broken

The Broken

Originaltitel
The Brøken
Genre
Horror, Thriller
Land /Jahr
Frankreich, Großbritannien 2008
 
92 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
- ( Kino Deutschland )
Regie
Sean Ellis
Darsteller
Lena Headey, Chris Wilson, Tom Collier, Rita Davies, Stan Ellis, Tara Hugo
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
Gelungener Horror-Film ohne viel Blut oder Action
Der Geburtstag von Familienoberhaupt John McVey (Richard Jenkins) hat seine kleine Familie zusammengebracht. Tochter Gina (Lena Headey) ist zusammen mit ihrem Freund Stefan (Melvil Poupaud) gekommen. Sohn Daniel (Asier Newman) ist in Begleitung seiner Freundin Kate (Michelle Duncan) da. Plötzlich zerbricht der Spiegel an der Wand, ohne einen ersichtlichen Grund. Der kleine Zwischenfall stört die gut gelaunte Gesellschaft nicht. Doch er ist der Anfang einer Reihe mysteriöser Vorgänge. Am nächsten Tag glaubt Gina sich selbst in einem vorbeifahrenden Auto zu sehen. Völlig verstört verursacht sie einen Unfall, den sie knapp überlebt. Nach dem Crash scheint alles verändert. Stefan kommt ihr fremd vor und sie hat das Gefühl, jemand ist hinter ihr her. Psychologe Dr. Robert Zachman (Ulrich Thomsen) erklärt ihre Unruhe mit dem Trauma, doch ein rätselhaftes fremdes Wesen wird für sie immer spürbarer.
Ein zerbrochener Spiegel ist ein zentrales Motiv in Sean Ellis' Horrorfilm aus dem Jahr 2008. Als Symbol der Selbst-Erkenntnis verweist der Spiegel auf die psychologische Dimension von Ginas Alptraum. Der verbreitete Aberglaube, dass seine Scherben sieben Jahre Unglück bringen, dient als Vorwegnahme tragischer Ereignisse. Das Zusammenspiel von Aberglaube und Wahnvorstellungen sorgt für Spannung in dem eher handlungsarmen Filmverlauf. Die dünne Geschichte ist der Schwachpunkt von "The Broken". Es passiert wenig und die Fans dynamischer und Blutgetränker Horrorszenen dürften enttäuscht sein. Regisseur Ellis versucht eine andere Schreckmethode. Kurze Sequenzen sind ein zweites Mal spiegelverkehrt gefilmt. So erreicht er eine Verunsicherung seiner Zuschauers, der sich seiner Sinne nicht mehr so sicher ist. Die Montagetechnik bezweckt ebenfalls diesen Effekt. In ruhige Gesprächsszenen werden unklare Erinnerungen oder düstere Bilder schnell und kurz eingeblendet, so dass das Gefühl der Unruhe bleibt. "The Broken" besticht mit schönen Bildkompositionen, stilsicherer Kameraführung und einer subtilen Horrordramaturgie.
Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de
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The Broken
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
2021