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Der kleine Nick

OriginaltitelLe petit Nicolas
GenreKomödie
Land & Jahr Frankreich 2009
FSK & Länge ab 0 Jahren • 91 min.
KinoDeutschland
AnbieterCentral Film
Kinostart26.08.2010
RegieLaurent Tirard
DarstellerBobette Jouret, Raphaël Bruno, Victor Billion, Thomas Arnett, Marc Winandy, Jean Hérin
Homepage http://www.lepetitnicolas-lefilm.com
http://www.derkleinenick.centralfilm.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsTrailerGalerieDVDsbewerten

Der kleine Nick kämpft um die Gunst seiner Eltern

Der kleine Nick (Maxime Godart) führt bei seinen Eltern eigentlich ein wohlbehütetes Leben. Ginge es nach ihm, könnte es ewig so weitergehen. Auch in der Schule gefällt es ihm, da er dort jeden Tag seine Freunde trifft. Als einer von ihnen schon bald ein kleines Geschwisterchen bekommen soll, gerät die Clique in Aufruhr. Sie befürchten, dass ein Baby ihrem Freund die Aufmerksamkeit der Eltern streitig machen könnte. Schon bald denkt Nick, ihm könne dasselbe bevorstehen. Durch ein Missverständnis nimmt er an, dass seine Mutter schwanger sei. Vor seinem geistigen Auge malt er sich die schlimmsten Dinge aus. Seine Eltern werden sich nicht mehr um ihn kümmern, ihn vielleicht sogar im Wald aussetzen, wie den Däumling im Märchen. Nick will sich damit keinesfalls abfinden. Er benimmt sich so gut wie nie zuvor und macht seiner Mutter Geschenke, um sich bei ihr einzuschmeicheln. Das allein scheint jedoch nicht auszureichen. Darum schmiedet er mit seinen Freunden einen Plan: Ein Profikiller soll ihn des neugeborenen Störenfriedes entledigen.
Im Leben eines Kindes geht die Geburt jüngerer Geschwister oft mit Eifersucht und Angst vor elterlichem Liebesverlust einher. Laurent Tirard nimmt sich dieses Themas mit humorvoller Leichtigkeit an. Konsequent schildert der Regisseur die Befürchtungen seines kleinen Protagonisten aus deren Perspektive und lässt sie aus deren Logik heraus zu Schreckensszenarien mutieren. Das führt immer wieder zu skurrilen, für einen Kinderfilm erfrischend schwarzhumorigen Situationen. Wie in der gleichnamigen Buchvorlage von "Asterix"-Autor René Goscinny fungiert der kleine Nick als Ich-Erzähler, wobei es dem Drehbuch auch der Synchronfassung gelingt, dem Sprachstil des Jungen und seiner Freunde gerecht zu werden. Für die zahlreichen Charaktere hat man durchweg passende Kinderdarsteller gefunden, die mit sichtlicher Spielfreude die Romanfiguren zum Leben erwecken. Das Ensemble verschiedenster Rollentypen ist die größte Stärke des Films. Nicks Freunde haben alle ihre Eigenheiten und kleinen Schwächen, die sie zu liebenswerten Identifikationsfiguren für die jungen Zuschauer machen. Aber auch ein erwachsenes Publikum hat seinen Spaß an dem witzigen Kinderfilm. Das liegt insbesondere an Nicks Eltern, die von Valérie Lemercier und Kad Merad mit hervorragendem Gespür für Situationskomik gespielt werden. Beim unbeholfenen Versuch, den Chef des Vaters beim Abendessen zu beeindrucken, liefern sie die komödiantischen Höhepunkte des Filmes ab. Besonders witzig ist die Szene, in der die Mutter mit ihren vermeintlichen Kenntnissen der skandinavischen Kunst aus dem 17. Jahrhundert glänzen will. Dank der vielen humorvollen Momente und seiner unbeschwerten Erzählweise gelingt es Tirard, dem Publikum seine ebenso simple wie optimistische Botschaft unaufdringlich zu vermitteln: Die elterliche Fürsorge reicht auch für mehrere Kinder.

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Der kleine Nick

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