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©ProSieben/Kerstin Stelter

Faktor 8

Der Tag ist gekommen

OriginaltitelFaktor 8
GenreTV-Film, Thriller
Land & Jahr Deutschland 2009
FSK & Länge 90 min.
KinoDeutschland
RegieRainer Matsutani
DarstellerFrederic Welter, André M. Hennicke, Philippe Reinhardt, Sinta Weisz, Thomas Darchinger, Eric Bouwer
Links IMDB
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Verzweifelter Kampf gegen ein tödliches Virus

An Bord einer Passagiermaschine bricht ein tödliches Virus aus. Verzweifelt versucht die im Flugzeug sitzende ehemalige Medizinstudentin Anne (Muriel Baumeister) ein Heilmittel zu finden und ihre Tochter Julia (Emilia Schüle) zu schützen. Das Flugzeug muss notlanden und wird unter Quarantäne gestellt. Derweil spitzt sich die Situation in der Maschine immer weiter zu: Als das Virus immer mehr Opfer fordert, spalten sich die Menschen an Bord in zwei Lager. Da nicht sicher ist, wer bereits erkrankt ist, geraten die vermeintlich Gesunden schon bald in Panik und versuchen die Infizierten mit allen Mitteln von sich abzuschotten. Anne hilft, die Lage unter Kontrolle zu bringen, ihr Mann Gregor (Oliver Mommsen) versucht seiner Familie zu helfen. Zwar sitzt er nicht im Flugzeug, er kann sich jedoch, da er selbst Pilot der Airline ist, Zutritt zur abgesperrten Zone verschaffen. Die Zeit wird aber immer knapper: Wenn nicht schnellstmöglich ein Heilmittel gefunden wird, wollen die Verantwortlichen das Flugzeug sprengen, um das aggressive Virus aufzuhalten.
Gefährliche Killerviren, die an Bord eines Passagierflugzeuges ausbrechen: Im Grunde eignet sich eine solche Grundkonstellation hervorragend als Auftakt für einen packenden Thriller. Leider wird der Spannungsaufbau des Filmes immer wieder durch unfreiwillig komische Dialoge sowie hölzern agierende Nebendarsteller empfindlich gestört. Zwar zeigt sich in Ansätzen immer wieder das Konfliktpotential, das eine tödliche Bedrohung auf engstem Raum darstellt. Mangels einer psychologisch differenzierten Ausarbeitung der Charaktere, wirken die Auseinandersetzungen zwischen den Figuren aber forciert. Besonders ärgerlich ist der aufgesetzte Familienkonflikt, der im Verlauf der Handlung zwischen Protagonistin Anne, Tochter Julia und Ehemann Gregor zum Vorschein kommt. Da dieser eher dem Niveau einer Seifenoper entspricht, verleiht er den Geschehnissen an Bord keinesfalls zusätzliche Dramatik. Stattdessen leidet die Glaubwürdigkeit des erschreckenden Szenarios. Wäre das Drehbuch besser durchdacht, hätte Regisseur Rainer Matsutani vielleicht mehr aus der vielversprechenden Story herausholen können.

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