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©20th Century Fox

Lie to Me

OriginaltitelLie to Me
GenreTV-Serie, Krimi
Land & Jahr USA 2009
FSK & Länge 45 min.
KinoDeutschland
RegieEric Laneuville, Daniel Sackheim, Adam Davidson
DarstellerR.L. Scott, Patrick Weil, Jonathan Eisley, Suzanne Marques, Wendi Kenya, Jessica Wright
Links IMDB
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Unterhaltsame Krimiserie mit starkem Tim Roth

Im Zentrum der Krimiserie steht der ehemalige Polizist Dr. Cal Lightman (Tim Roth). Dieser ist einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Wahrheitsfindung. In seiner Arbeit analysiert er neben der Körpersprache auch die sogenannten Mikroexpressionen einer Person. Lightman hofft dadurch eine Art Katalog erstellen zu können, durch den man herausfinden kann, ob ein Mensch lügt. Der ehemalige Polizist entwickelte dieses Bedürfnis, weil er als Kind die Selbstmordabsichten seiner Mutter nicht erkannte.

In seiner Arbeit wird Lightman von Dr. Gillian Foster (Kelli Williams) unterstützt. Mit ihr gründet der ehemalige Polizist die Firma Cal Lightman Group. Die Firma hilft Klienten wie Polizist Ben Reynolds (Mekhi Phifer) bei der Aufklärung von Verbrechen. Lightman finanziert so seine Forschung.

Aufgrund seines kompromisslosen Forschungsdrangs, kommt es mit der sensiblen Foster immer wieder zu Streitigkeiten. Dies ändert sich auch dann nicht, als die beiden Ria Torres (Monica Raymund) und Eli Loker (Brendan Hines) als Forschungshelfer einstellen. Letzterer stößt mit seiner Art so ziemlich jeden vor den Kopf. Torres eckt aufgrund ihrer kriminellen Vergangenheit an. Lightmans Tochter Emily (Hayley McFarland) ist die Einzige, die es schafft, etwas Ruhe ins Unternehmen zu bringen. Bei ihr zeigt sich Lightman von einer ruhigeren und einfühlsameren Seite.
"Lie to Me" basiert auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen Paul Ekmans zur nonverbalen Kommunikation. Für eine möglichst realistische Umsetzung, setzen sich die Drehbuchautoren immer wieder mit dessen Arbeit auseinander. Die Fernsehserie ist durchaus gelungen.

Zwar ist es wenig realistisch im Polizeialltag anhand einer Mikroexpression ein Verbrechen aufzuklären. Theoretisch möglich ist es aber schon, wie Experten der Serie immer wieder zubilligen. Die Beobachtung der psychologischen Untersuchungen ist unterhaltsam und spannend, zumal diese für den Zuschauer nachvollziehbar erklärt werden. Zudem unterscheidet sich "Lie to me" dadurch wohltuend von Serien wie "CSI: Den Tätern auf der Spur".

Für Unterhaltungswert sorgen wiederkehrende Szenen: In diesen werden Elemente der Körpersprache beziehungsweise Mimik, Aufnahmen von realen Personen des öffentlichen Lebens gegenübergestellt. Markante Beispiele sind Richard Nixons Aussagen zum Watergate-Skandal und Bill Clintons Aussagen im Rahmen der Lewinsky-Affäre.

Die bis 2012 in drei Staffeln produzierte Serie hat jedoch ein Problem: Eintönigkeit. So ist bereits in Staffel zwei ein gewisser Qualitätsverlust festzustellen. Denn die Macher haben es nicht geschafft, neue Elemente einzuführen, um für Abwechslung zu sorgen. Diese Kritik nahm man sich in der dritten und letzten Staffel offenbar zu Herzen. Darin rücken die Macher vom ausschließlich kriminalpsychologischen Konzept ab. Die privaten Probleme der Figuren stehen nun im Vordergrund, um den Zuschauern mehr Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Der interessante Auflockerungsversuch schlägt jedoch fehl. Die Nebenplots geraten zu oberflächlich und schaffen es nicht, den Zuschauer zu berühren. So kann dieser sich nicht mit den Figuren identifizieren. Zugleich verliert er das Interesse an den Kriminalfällen, da diese nun zu beiläufig abgehandelt werden.

Trotz der mangelhaften dritten Staffel, ist "Lie to Me" insgesamt eine unterhaltsame Serie. So ist insbesondere die Darstellung der psychologisch fundierten Ermittlungen gelungen. Außerdem überzeugt Tim Roth durch sein mitreißendes Spiel als Hauptdarsteller.

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