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Nastassja Kinski in "Paris, Texas"

Paris, Texas

Originaltitel
Paris, Texas
Genre
Drama
Land /Jahr
Großbritannien, Frankreich, Deutschland 1983
Kinostart
24.10.1984 bei TOBIS Film
FSK
ab 6 Jahren
Länge
148 min.
Medium
Kinofilm
Kinostart Deutschland
am 24.10.1984 bei TOBIS Film
Regie
Wim Wenders
Darsteller
Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell, Aurore Clément, Hunter Carson, Bernhard Wicki
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (Filmreporter)
9,0 (1 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsDVDsTrailerbewerten
Stilistisches Meisterwerk von Wim Wenders
Nachdem seine Familie zerbrochen ist, irrt Travis (Harry Dean Stanton) orientierungslos durch die texanische Wüste. Erst nach vier Jahren findet ihn hier Bruder Walt (Dean Stockwell) mitten im Nirgendwo. Seine Sprache und Erinnerung hat Travis fast komplett verloren. Er redet einfach nicht mehr. Walt nimmt ihn mit nach Los Angeles.

Dort trifft er auf seinen inzwischen sieben Jahre alten Sohn Hunter (Hunter Carson), den seine Mutter einst bei seinem Bruder abgesetzt hatte. Langsam findet Travis in das reale Leben zurück. Er und sein Sohn nähern sich an. Die Erinnerung an sein früheres Leben holt ihn langsam ein. Travis entwickelt einen Plan: er will seine Frau Jane (Nastassja Kinski) finden und seine Familie wiedervereinigen. Vor Jahren kaufte er ein Grünstück in Paris, Texas. Dort will er eines Tages mit seiner Familie leben. Er beschließt Jane zu suchen. Hunter begleitet ihn. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Houston, wo Jane angeblich leben soll. Sie finden tatsächlich, Jane arbeitet in einer Peep-Show.
Ein Mann irrt durch die Wüste - orientierungslos - einsam. Das ist der Ausgangspunkt in Wim Wenders ungewöhnlicher Liebesgeschichte. Von der ersten Szene an lässt einen diese intensiv spürbare Einsamkeit nicht mehr los. Ob in der Wüste, im Hotelzimmer oder auf dem Highway, immer ist man tief im Nirgendwo, ganz allein auch in Gesellschaft. In einzigartigen Bildern von Kameramann und Fotograf Robby Müller zeigt uns Wenders die Weite und Trostlosigkeit Amerikas. Jede Einstellung, jedes Bild gleicht einem Stillleben und unterstreicht das Gefühl des Verlorenseins.

Die Dialoge zwischen Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski sind sorgfältig durchdacht, kein Wort zuviel oder überflüssig. Filmästhetik und sprachliche Poesie verschmelzen. Es entsteht ein modernes Märchen über zwei verlorene Seelen irgendwo in Texas. Wim Wenders vollkommenster Film erhielt große internationale Anerkennung und wurde in Cannes zu Recht mit der goldenen Palme ausgezeichnet.
Birgit Deiterding/Filmreporter.de
 
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