Verlobung auf Umwegen - 2009 | FILMREPORTER.de
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Verlobung auf Umwegen

OriginaltitelLeap Year
GenreKomödie, Romanze
Land & Jahr USA/Irland 2009
FSK & Länge ab 6 Jahren • 100 min.
KinoDeutschland
AnbieterKinowelt Filmverleih
Kinostart09.09.2010
RegieAnand Tucker
DarstellerUna Carroll, Amy Adams, Tony Rohr, Liza Ross, Alan Devlin, Michael FitzGerald
Homepage http://www.leapyearfilm.net
http://www.verlobung.kinowelt.de
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Turbulente romantische Komödie von Anand Tucker

In Annas (Amy Adams) Leben läuft alles nach Plan. Für einen Bostoner Immobilienmakler stattet sie leer stehende Häuser mit gemütlichen Inneneinrichtungen aus. Darin ist sie so geschickt, dass selbst die minderwertigste Behausung einen Käufer findet. Nur eines fehlt zum Glück. Seit Monaten hofft sie vergeblich, dass Freund Jeremy (Adam Scott), ein erfolgreicher Kardiologe, ihr den lang ersehnten Heiratsantrag macht. Als sie von einer alten irischen Tradition erfährt, beschließt die junge Frau, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Diese besagt, dass es in Dublin am 29. Februar gewöhnlich die Frauen sind, die um die Hand ihres Zukünftigen anhalten. Wie passend, dass Jeremy in der letzten Februarwoche des Schaltjahres zu einem Ärzte-Kongress fliegt. Spontan reist die hübsche Rothaarige hinterher, um den Antrag selbst zu machen. Aber ihr Vorhaben scheitert an höherer Gewalt. Wegen eines heftigen Unwetters muss das Flugzeug in Cardiff notlanden. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Nachdem Anna mit einem Fischerboot in ein irisches Küstendorf gelangt ist, bittet sie den Besitzer eines Dorf-Pubs um Hilfe. Declan (Matthew Goode) erklärt sich gegen 500 Euro bereit, sie in seinem alten Renault nach Dublin zu fahren. Unterwegs geraten die beiden gegensätzlichen Charaktere sich ständig in die Haare. Ohne es sich einzugestehen, findet Anna bald Gefallen an der abenteuerlichen Reise - und an ihrem mürrisch-charmanten Gefährten.
Die Drehbuchautoren Deborah Kaplan und Harry Elfont schrieben eine Geschichte auf Basis einer wahren Begebenheit. Zufällig stieß Kaplan auf eine Website, auf der berichtet wurde, wie Frauen in Dublin am Schalttag ihren Männern einen Heiratsantrag machen. Nach eigenen Aussagen schrieben sie daraufhin das Drehbuch innerhalb von zwei Wochen. Nachdem die Rahmenhandlung fertig war, genoss Kaplan die Freiheit, eine "komplexere Hauptrolle" zu kreieren. Dieses Unterfangen ist zweifellos gelungen. Vordergründig kommt die Protagonistin als feine Karrierezicke auf Highheels daher. Doch der Zuschauer merkt bald, dass hinter der Fassade mehr steckt. Denn um ihr Ziel zu erreichen, ist sie bereit, sich so manchen Zacken aus der Krone bzw. manchen Absatz vom Schuh zu brechen. Bei der Umsetzung spielt Regisseur Anand Tucker gekonnt mit den gegensätzlichen Charakteren. Mit Designer-Trolley, -Mantel und Zehn-Zentimeter-Absätzen lässt er Amy Adams als Anna über den Strand und über irische Hügel staksen. Man möchte ihr dabei zurufen: "Mädchen, zieh doch die Schuhe aus, mit Eitelkeit kommst du hier nicht weiter!" Doch dann ist man verblüfft, wie tapfer sie sich bemüht, auch im tiefsten Matsch Haltung zu bewahren. Dass ihr dies überhaupt nicht gelingt, sorgt für Gelächter.

Adams beweist in dieser Rolle ein gutes Gespür für Humor. Ihr gelingt der Spagat zwischen der eingebildeten Zicke und der sympathischen, leicht verzweifelten jungen Frau ausgesprochen gut. Die Wahl der Kostüme trägt dazu bei, dass die Wandlung der Figur auch äußerlich glaubwürdig ausfällt. Diese sind modisch und schlicht zugleich. Mit offenen Haaren und dezenter Schminke wirkt sie in der irischen Landschaft keineswegs so deplatziert, wie man es von einer Stadtschnepfe auf dem Dorf vermuten würde. Lob auch für die Nebenfiguren, ein paar verschrobene irische Originale. Mit ihren abergläubischen Weisheiten und ihrem Besserwissertum sorgen die älteren Herren immer wieder für Lacher. Neben den Figuren spielt die sogenannte Grüne Insel selbst eine wichtige Rolle. Aufnahmen alter Ruinen, zerklüfteter Felsen und Hügel laden zum Träumen ein. Man wünscht sich, wie die beiden Hauptfiguren zum alten Schloss hinaufzusteigen und sich anschließend im Dorf-Pub aufzuwärmen.

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