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Von der Erde zum Mond

OriginaltitelFrom the Earth to the Moon
GenreScience Fiction
Land & Jahr USA 1958
FSK & Länge 101 min.
KinoDeutschland
RegieByron Haskin
DarstellerJoseph Cotten, Les Tremayne, Robert Clarke, Morris Ankrum, Ludwig Stössel, Melville Cooper
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Durchwachsene Verfilmung von Jules Vernes Mondflug

Nach H.G. Wells' "Kampf der Welten" im dem Jahre 1953 verfilmt Byron Haskin fünf Jahre später mit Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" einen weiteren Science-Fiction-Roman. Die Sicherheit der Erde wird hier nicht von Außerirdischen bedroht, sondern von einer technischen Erfindung, die den Frieden des gerade beendeten Amerikanischen Bürgerkrieges (1861 bis 1865) bedroht. Der ehemalige Waffenkonstrukteur der Nordstaaten, Victor Barbicane (Joseph Cotten), brüstet sich, mit Kraft X, den explosivsten Stoff erfunden zu haben. Im Rahmen einer Wette mit seinem ehemaligen Kriegsgegner Stuyvesant Nicholl (George Sanders) demonstriert er dessen gewaltige Durchschlagskraft. US-Präsident Grant erkennt das Gefahrenpotential und bittet den Wissenschaftler angesichts der instabilen politischen Lage, seine Entdeckung nicht zu vermarkten. Barbicane denkt nach, und testet seine Erfindung als Raketenantrieb. Gemeinsam mit Nicholl, dessen Tochter Virginia (Debra Paget) und seinem Assistenten Ben Sharpe (Don Dubbins) tritt er in einem riesigen Projektil die Reise zum Mond an. Die Fehde zwischen den ehemaligen Feinden lässt den bahnbrechenden Weltraumtrip zu einem Kampf ums Überleben werden.
Jules Verne war seiner Zeit weit voraus, als er 1865 in seinem Roman "Von der Erde zum Mond" den ersten Weltraumflug der Menschheit 100 Jahre vor dem tatsächlichen historischen Ereignis vorwegnahm. Das Werk findet erst 1958 den Weg ins Kino und avanciert in der Folge zu einem viel zitierten und verfilmten Klassiker der Science-Fiction-Literatur. Obwohl es Regisseur Byron Haskin gelungen ist, Schauspielgrößen wie Joseph Cotten und George Sanders vor die Kamera zu holen, weiß seine Verfilmung nicht zu überzeugen. Neben den beiden solide agierenden Hauptdarstellern Joseph Cotten und George Sanders wirken die anderen Akteure hölzern und unmotiviert.

Der vollständige Verzicht auf Art von Humor und das Fehlen satirischer Untertöne, wie in der Buchvorlage, resultiert in einer spröden Inszenierung. Zudem wird in die Geschichte das von Debra Paget gespielte weibliche Besatzungsmitglied eingeführt, um die im US-Spielfilm bis heute obligatorische Liebesgeschichte anzulegen. Diese wirkt aufgesetzt und bringt die Handlung nicht voran. Auch bei den visuellen Effekten zeigt sich Haskin wenig einfallsreich und erreicht nicht das Niveau seines zuvor erschienen Science-Fiction "Kampf der Welten", der in dieser Kategorie mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. "Von der Erde zum Mond" ist ein mit Mängeln behaftetes Werk, welches das Potential der Romanvorlage nicht zu nutzen weiß.

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