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Die Schlümpfe (3D)

OriginaltitelThe Smurfs
AlternativDie Schlümpfe 3D
GenreAnimation/Trickfilm
Land & Jahr USA 2010
FSK & Länge 102 min.
KinoÖsterreich
AnbieterSony Pictures Filmverleih
Kinostart05.08.2011
RegieRaja Gosnell
DarstellerShirley Dluginski, Neil Patrick Harris, Scott Dillin, Dominique Kelley, Tyree Michael Simpson, Monica Ciszczon
Homepage http://www.sonypictures.at/filme/die-...
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Komödie-Mix aus Real- und Animationsfilm

Das Leben im kleinen Schlumpfhausen ist friedlich und überschaubar. Papa Schlumpf ist der Führer des kleinen Ortes und regiert es besonnen und weise. Gargamel (Hank Azaria) ist das fröhliche Zusammenleben der Schlümpfe jedoch seit jeher ein Dorn im Auge. Der böse Zauberer und seine stets Schlumpfhungrige Katze Azrael können die gute Laune der blauen Kobolde nicht mehr ertragen. Deshalb entschließen sie sich, dem blauen Treiben ein Ende zu setzen und die kleinwüchsigen Bewohner des Dorfes zu vernichten. Als die blauen Winzlinge vor Gargamel flüchten, passieren sie ungewollt ein magisches Tor, das sie nach New York führt. Da sie sich dort nicht sicher fühlen, versuchen sie so schnell wie möglich nach Schlumpfhausen zurückzukehren. Doch so einfach ist das gar nicht, denn Gargamel ist ihnen auch hier schnell wieder auf den Fersen...
Die blauen Zeichentrickfiguren basieren auf den Comicbüchern von Peyo (Pierre Culliford). Der 1992 verstorbene belgische Zeichner entwirft 1958 die Schlümpfe als weitere Charaktere der Comicserie "Johann und Pfiffikus" im Magazin Spirou. Ihre Deutschlandpremiere feiern die Schlümpfe 1969 in einem Fix und Foxi-Heft. Peyo hält die blauen Winzlinge für eine vorübergehende Modeerscheinung. Der Erfolg hält jedoch an, weshalb sich der Zeichner fortan weiter den blauen Figuren widmet. Heute sind Papa Schlumpf, Schlumpfine und die anderen Figuren auch durch die Zeichentrickserie von William Hanna und Joseph Barbera bekannt. Diese schufen zwischen 1981 und 1989 über 400 Folgen der Fernsehserie.

Raja Gosnell ("Beverly Hills Chihuahua") orientiert sich bei der Gestaltung von "Die Schlümpfe (3D)" an dem Vorbild. Der Regisseur setzt in seiner Adaption der Original-Comics auf eine Mischung von Real- und Animationsfilm. Die menschlichen Hauptrollen übernehmen Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother") und Jayma Mays ("Glee"). Hank Azaria ("Nachts im Museum 2") verkörpert Hexenmeister Gargamel. Dass die Geschichte zu einem großen Teil in der Realwelt spielt, ist eine Abweichung zu den ursprünglichen Geschichten. In Peyos und Barberas Abenteuern haben die Schlümpfe nur selten Kontakt zu Menschen. Der Name "Die Schlümpfe" geht auf den französischen Begriff "Les Schtroumpfs" zurück. Dieser ist eine Wortneuschöpfung von Peyo, der darauf während eines Abendessens kam. Anstatt "Passe-moi le sel" (Gib mir bitte das Salz), sagte er: "Passe-moi le … le Schtroumpf" (Gib mir bitte den Schtroumpf). Angeblich dachte er dabei an das deutsche Wort Strumpf.

Zunächst muss man sich an den 3D-Look von "Die Schlümpfe (3D)" gewöhnen. Zu sehr ist man an die 2D-Zeichentrick-Optik der blauen Figuren gewöhnt. Raja Gosnell hat die CGI-animierten Schlümpfen jedoch liebevoll inszeniert. Dem Filmemacher gelingt es, ihre Abenteuer in die menschliche Zivilisation sowie die 3D-Welt zu transferieren. Der Transfer von Gargamels Jagd in die reale Welt führt zu komischen Situationen. Der Zauberer ist sehr witzig, wenn er die Funktion so manches technisches Geräts falsch interpretiert. Die Perspektive Gargamels und der Schlümpfe kann man am besten mit der eines Naturvolks vergleichen. So wechseln sich in Gosnells Geschichte Humor, Spannung und unterschwellige Gesellschaftskritik munter ab. Auch die Liebe kommt in "Die Schlümpfe (3D)" nicht zu kurz: Die Beziehung zwischen Neil Patrick Harris' ("How I Met Your Mother") und Jayma Mays' ("Glee") Charakteren ist sehr klischeehaft konzipiert. Was wirklich negativ hervorsticht, ist jedoch das lästige Product-Placement. In vielen Szenen werden Firmen-Logos so aufdringlich ins Bild gesetzt, dass diese von der eigentlichen Handlung ablenken.

"Die Schlümpfe (3D)" ist ein witziger Film, in dem Peyos Figuren überraschend gut in die reale Welt als CGI-Figuren eingepasst sind. Vor allem für das kleine Publikum hat die Geschichte einiges zu bieten. Erwachsene können das schlumpfige Abenteuer als Nostalgie-Trip genießen, so dass die Komödie für einen gelungenen Familien-Nachmittag gut ist.

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