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Suicide Club

OriginaltitelSuicide Club
AlternativSuicide Club - Manchmal lebt man länger als man denkt
GenreAbenteuer, Komödie
Land & Jahr Deutschland 2010
FSK & Länge ab 12 Jahren • 96 min.
KinoDeutschland
AnbieterKinostar
Kinostart25.11.2010
RegieOlaf Saumer
DarstellerKlaus Dieter Bange, Christian Heiner Wolf, Mathieu Süsstrunk, Hildegard Schroedter, Uwe Rohbeck, Herwig Lucas
Homepage http://www.kinostar.com/Verleih/filme...
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Drama über fünf lebensmüde Einzelgänger

Fünf Menschen, die sich zuvor nie gesehen haben, treffen sich auf dem Dach eines Hochhauses, um gemeinsam in den Tod zu springen. Ihr Vorhaben ist das Einzige, das diese unterschiedlichen Charaktere verbindet. Um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, schmeißt einer von ihnen den Dachschlüssel weg. Doch ihr Plan wird dennoch durch ungeahnte Hindernisse vereitelt, wodurch die Verzweiflungstat hinausgezögert wird und sie den Schutz der Morgenstunde verlieren. Sie entschließen sich bis zum Abend zu warten. Es entsteht Zeit und Raum sich kennenzulernen, wechselseitig von ihren Schicksalen zu erfahren und sich ihre Motivationen mitzuteilen. Warum ist man hier, was hat jeden angetrieben, sich das Leben zu nehmen? Doch der einmal gefasste Plan soll weiter ausgeführt werden. Denn in den Trott des Alltags zurückzukehren und abermals von der Welt enttäuscht zu werden, das will keiner auf sich nehmen.
Keine Frage, "Suicide Club" hat den Look eines Trash-Films und ist es trotz vieler gelungener Passagen auch. Davon zeugen sowohl die grobkörnigen, flachen Bilder, als auch die plakative Handlung. Auch inszenatorisch findet Regisseur Olaf Saumer nicht zu einer Eigenständigkeit, allzu sehr erinnert sein Film an bekannte Konzepte, etwa an das von "Der Frühstücksclub". Zu allem Überfluss nervt das Drama mit Längen. So schneidet Saumer bei jedem noch so kleinen Ereignis immer wieder auf die Gesichter der Protagonisten, um in überlangen Einstellungen ihre Reaktion auszuloten. Zuweilen erinnert das Ganze an ein Übungswerk, so als hat sich ein Filmstudent an bekannten Bild- und Erzählmuster ausprobieren wollen. Oder sind diese Schwächen gar nicht ernst gemeint? Sind es vielmehr ironische Momente, mit denen sich Saumer und sein Ko-Drehbuchautor und Bruder Martin Saumer über die Konventionen hinwegsetzen. Ein Metadiskurs, der augenzwinkernd eben auf jene populären Muster verweist?

Ein Beispiel dafür ist die Szene, in der die Protagonisten nebeneinander am Rande des Hochhauses aufgereiht von der langsam erwachenden Stadt in ihrem Vorhaben gestört werden. Es ist ein groteskes Bild, das zwischen unfreiwilliger Komik und subtiler Ironie schwankt. Solche Momente zeugen dann doch für eine Qualität des Films und könnten dafür sprechen, dass der angesprochene Trash-Charakter gewollt ist. Tatsächlich findet man sich als Zuschauer schon bald inmitten des Geschehens wieder und schaut diesem gebannt zu. So banal der eine oder andere Einfall auch sein mag - etwa die Flaschendreh-Szene -, so sehr nimmt man am Schicksal der sympathisch gezeichneten Figuren Teil. Dass der "Suicide Club" letztlich funktioniert, liegt auch an der permanenten Entwicklung der Handlung. Immer wieder fällt dem Drehbuch eine Idee ein, um diese voranzutreiben und den Zuschauer so bei der Stange zu halten. Hier hat sich das Wissen um populäre Erzählkonventionen immerhin ausgezeichnet.

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Suicide Club

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