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Die Tür

OriginaltitelDie Tür
AlternativDie Damalstür; Past Perfect (Arbeitstitel)
GenreThriller
Land & Jahr Deutschland 2009
FSK & Länge 103 min.
KinoÖsterreich
AnbieterConstantin Film
Kinostart17.09.2010
RegieAnno Saul
DarstellerMads Mikkelsen, Nele Trebs, Valeria Eisenbart, Rüdiger Kühmstedt, Corinna Borchert, Thomas Thieme
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Gelungener Mysterythriller mit Mads Mikkelsen

Der erfolgreiche Maler David Andernach (Mads Mikkelsen) ist mehr oder weniger glücklich verheiratet und hat eine hübsche Tochter. Seine Bilder sind gefragt, deshalb muss er sich auch keine finanziellen Sorgen machen. Ab und an vergnügt er sich allerdings mit seiner Nachbarin Gia (Heike Makatsch). Während eines dieser Treffen geschieht das Unglück: Tochter Leonie (Valeria Eisenbart) ertrinkt im Pool. David und seine Frau Maja (Jessica Schwarz) kommen mit dem Verlust nicht zurecht und entfremden sich zusehends. Einige Jahre später entdeckt David per Zufall ein geheimnisvolles Tor. Er schreitet hindurch und befindet sich in einer Art Parallelwelt die fünf Jahre früher, also kurz vor Leonies Tod, spielt. David begreift schnell. In letzter Sekunde gelingt es ihm, seine Tochter aus dem Pool zu ziehen. Doch dann trifft er auf sein jüngeres Ich, es kommt zum Handgemenge und der jüngere David stirbt. Ab sofort nimmt der ältere David dessen Platz ein und kümmert sich liebevoll um Leonie, die als einzige den Schwindel zu bemerken scheint. Alles geht gut, bis der mysteriöse Nachbar Siggi (Thomas Thieme) auf der Bildfläche erscheint. Auf schmerzliche Weise muss David erkennen, dass seine neu gewonnene Idylle unberechenbare Gefahren birgt und dass dieses Paradies nicht für die Ewigkeit bestimmt ist.
Anno Sauls Bestsellerverfilmung von "Die Damalstür" ist eine an sich gelungene Mischung aus Thriller und Mystery. Handwerklich stimmt alles, der Film ist spannend und es gibt keine großen Mängel zu beanstanden. Die wenigen Spezialeffekte wären nicht notwendig gewesen, da auch ohne diese genug Spannung aufgebaut ist. Allerdings stattet der Regisseur seine Figuren mit einer unnatürlichen, schwer nachvollziehbaren Kälte aus. Man empfindet weder Mitleid noch regen sich andere Gefühle gegenüber den Hauptdarstellern Mads Mikkelsen und Jessica Schwarz. Trotzdem macht letztere ihre Sache gut. Dennoch ist eine Distanz zu spüren, die auch im weiteren Verlauf der Handlung nicht kleiner wird. Zudem kann man beanstanden, dass der Regisseur keinerlei Erklärungen gibt. Diese sind zwar für das Verständnis des Films nicht von Nöten, hätten vielleicht aber dazu beitragen können, dass eine tiefere Auseinandersetzung mit den Figuren stattfindet. So wird nicht darauf eingegangen, warum es diese Tür in die Vergangenheit gibt, auch die Motivation der Figuren bleibt streckenweise unklar. Natürlich ist "Die Tür" auch ein Mysteryfilm und dieses Genre muss nicht alles erklären. In diesem Fall hätte es dem Film aber gut getan.

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Die Tür

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