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Red Lights

OriginaltitelRed Lights
GenreThriller
Land & Jahr Spanien/USA 2012
FSK & Länge ab 16 Jahren • 119 min.
KinoDeutschland
AnbieterWild Bunch
Kinostart09.08.2012
RegieRodrigo Cortés
DarstellerLiliana Cabal, Robert De Niro, Nathan Osgood, Simon Lee Phillips, Molly Malcolm, Pau Derqui
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Blasser Thriller mit unterforderten Darstellern

Dr. Margaret Matheson (Sigourney Weaver) und ihr junger aufstrebender Assistent Tom Buckley (Cillian Murphy) sind Experten für paranormale Vorfälle. Viele angebliche Magiere, Parapsychologen und Hellseher haben sie als Scharlatane entlarvt. Vor allem Dr. Matheson stürzt sich als Wissenschaftlerin und leidenschaftliche Verfechterin der Vernunft in ihre Arbeit, während Buckley die nötige technische Ausrüstung zur Verfügung stellt, um die Betrüger dingfest zu machen.

Als der große blinde Parapsychologe Simon Silver (Robert De Niro) nach 30 Jahren wieder in der Öffentlichkeit auftritt und eine große Nummer ankündet, stehen beide vor ihrer größten Herausforderung. Wie gefährlich und manipulativ Silver sein kann, musste Matheson vor Jahren erleben. Damals benutzte Silver sogar Matheson kranken Sohn, um seine Gegnerin zu manipulieren. Dennoch entwickelt Buckley eine Obsession für den berühmten Parapsychologen. Als er diesem zu nahe kommt, wird der Kampf um Wahrheit und Lüge zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit.
Nach dem hoffnungsvollen Auftakt mit dem höchst minimalistischen, und darum umso beklemmenderen Thriller "Buried - Lebend begraben" wurde man in Hollywood rasch auf das Talent des spanischen Nachwuchsregisseurs Rodrigo Cortés aufmerksam. Prompt hat man dem Galizier eine Großproduktion angeboten - in der Hoffnung, Cortés möge mit seiner effektiven Erzählweise einen ähnlichen Erfolg verbuchen. Das Ergebnis der spanisch-US-amerikanischen Produktion ist jedoch eher enttäuschend ausgefallen.

"Red Lights" in Bezug auf Inhalt und formale Umsetzung so ziemlich das Gegenteil von "Buried". Während das Debüt eine konsequente Umsetzung der Einheit von Raum und Zeit darstellte und sich lediglich auf einen Protagonisten konzentrierte, zieht es "Red Lights" in jeder Hinsicht in die Breite. Während es Cortes dort gelang der thematischen Beschränkung eine formale Vielfalt entgegenzusetzen und seinen Thriller dadurch interessant zu machen, ist die Erzählweise in "Red Lights" deutlich weniger ambitioniert.

Thematisch geht es um den Konflikt zwischen Irrationalem und Vernunft, Magie und Wissenschaft, Glauben und Wissen. Und wie die Protagonisten im Thriller versuchen, das Paranormale auf den wissenschaftlichen Boden zu stellen, so unzweideutig ist die Inszenierung des Regisseurs. Es gibt klischeehafte Personenkonstellationen und Konflikte. Die Figuren bleiben trotz der Konzentration der Inszenierung auf ihre Vergangenheit blass, während die Schauspieler weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Robert De Niro hat mehr verdient, als sich hinter eine Sonnenbrille zu verstecken und eine finstere Miene zu ziehen. Allenfalls in der Plot-Konstruktion gelingt es Cortés, den Zuschauer lange im Ungewissen zu lassen, wobei er sich hierbei andererseits ein ums andere Mal verzettelt. Das Ende ist in seiner abrundenden und zuspitzenden Art wie in seiner inszenatorischen Überwältigungsstrategie und dem Hang zum Pathetischen überladen und wenig originell.

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