Farbfilm Verleih
Der Vater meiner Kinder

Der Vater meiner Kinder

Originaltitel
Le père de mes enfants
Alternativ
The Father of My Children
Genre
Drama
Land /Jahr
Deutschland, Frankreich 2009
 
112 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
04.03.2011 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Polyfilm
Regie
Mia Hansen-Løve
Darsteller
Michaël Sarfati, Louis-Do de Lencquesaing, Morgane Masselot, Bérénice Renaud, Geoffroy Canalda-Saigne, Mathieu Senocq
Homepage
http://www.vater-meiner-kinder.de
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Schwierige Trauerbewältigung nach einem Freitod
Grégoire Canvel (Louis-Do de Lencquesaing) ist erfolgreicher Filmproduzent, liebender Ehemann und fürsorglicher Vater zweier Töchter. Sein Leben ist erfüllt, die Wochenenden verbringt die Familie häufig in ihrem Ferienhaus am Land, um sich vom stressigen Arbeitsalltag zu erholen. Doch in letzter Zeit ging Grégoire zu viele Risiken ein, er investierte Geld in falsche Projekte und verschwenderische Regisseure. Die Schuldenlast ist über die Jahre immer größer geworden, er muss sogar in Betracht ziehen, seine Produktionsfirma Moon Films aufzugeben und in die Insolvenz zu gehen. Seine Frau Sylvia (Chiara Caselli) weiß von der Bürde ihres Mannes, jedoch vertraut sie darauf, dass sich alles zum Guten wenden wird. Sie besteht sogar darauf, dass er gemeinsam mit der Familie in Urlaub nach Italien fährt. Denn zu oft standen sie und ihre Kinder im Abseits. Der Druck auf Grégoires nimmt zu. Er sieht sich den Problemen nicht mehr gewachsen und entschließt sich zu einem fatalen Schritt: Selbstmord. seine Familie und für seine Firma bleiben zurück, sie müssen mit dem Verlust und seinen Folgen zurecht kommen.
In ihrem zweiten Spielfilm wagt sich die französische Regisseurin Mia Hansen-Løve an ein trauriges und schwieriges Thema. Sie stellt sich die Frage, was geschieht, wenn ohne Vorwarnung ein geliebter Mensch in den Freitod geht. Es geht in ihrem Film nicht unbedingt um das Warum oder gar die Schuldfrage, sondern um die Zeit danach. Sie beobachtet die Familie bei ihrer Trauer und begleitet sie ein Stück auf ihrem Weg. Natürlich geht jeder mit einem derartigen Schicksalsschlag anders um. Das weiß auch Hansen-Løve. Daher gibt es auch heitere Momente, voller Lebensgefühl und Frohsinn. Für ihren Film wählt sie eine beinahe zärtliche, ruhige und zurückhaltende Sprache. Viele Dinge werden nicht nur Worte ausgedrückt, sondern durch Handlungen und kleine Gesten. Hansen-Løve urteilt nicht, sie erzählt und beobachtet. Allerdings fällt auf, dass die zweite Hälfte des Films etwas holprig inszeniert ist, sie ist nicht kompakt geraten wie der erste Teil. Das mag vielleicht daran liegen, dass die Regisseurin nach dem Tod des Familienvaters auf alle Hinterbliebenen einzeln eingeht. Dabei verzettelt sie sich. Störend ist dies nicht, trägt jedoch dazu bei, dass man gedanklich nicht immer bei der Sache bleibt. Nichts desto trotz ist "Der Vater meiner Kinder" ein gelungene, sensible und zugleich erschütternde Geschichte über Trauer und Trauerbewältigung.
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Videoclip:
Dass ein Selbstmord ein tiefes Loch in eine Familie reißt, ist naheliegend. Mia Hansen-Løve... 
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Dass ein Selbstmord ein tiefes Loch in eine Familie reißt, ist naheliegend. Mia Hansen-Løve begleitet eine Familie bei der Trauerbewältigung nach dem Verlust des Vaters und...
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2021