Alamode Film
Was will ich mehr

Was will ich mehr

Originaltitel
Cosa voglia di più
Alternativ
Cosavogliodipiu; What More Do I Want (Festival-Titel)
Genre
Drama
Land /Jahr
Italien, Schweiz 2010
 
126 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
15.07.2011 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Filmladen
Regie
Silvio Soldini
Darsteller
Carla Chiarelli, Alba Rohrwacher, Bindu De Stoppani, Claudia Coli, Ditta Teresa Acerbis, Paolo Riva
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
Es gibt noch keine Userkritik!
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
Leidenschaftliche Affäre im routinierten Alltag
Das Leben der Büroangestellten Anna (Alba Rohrwacher) verläuft in geregelten Bahnen. Mit ihrem Lebensgefährten Alessio (Giuseppe Battiston) wohnt sie im Vorortbezirk von Mailand. Das Paar trifft sich regelmäßig mit Familie und Freunden. Die beiden denken über Nachwuchs nach. Anna ist glücklich und zufrieden. Eines Tages begegnet sie dem Kellner Domenico (Pierfrancesco Favino).

Aus der anfänglichen Sympathie wird bald eine von Verlangen und Leidenschaft geprägte Affäre. Aber auch Domenico ist bereits vergeben: Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Fortan muss ein Stundenhotel für die wenigen gemeinsamen Momente herhalten. Anna entfremdet sich mehr und mehr von ihrem bisherigen Leben. Der gutmütige Alessio glaubt ihren ständigen Ausreden und Lügen. Trotz der immer stärker werdenden Zuneigung füreinander werden Anna und Domenico von Gewissensbissen geplagt. Ihr Verhältnis ist ein stetiges Auf und Ab der Gefühle. Bald müssen sie sich entscheiden, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist.
Wie schon in "Brot und Tulpen" und "Tage und Wolken" richtet Silvio Soldini sein Augenmerk auf die zwischenmenschliche Beziehungen. In ruhigen Bildern erzählt der Italiener eine altbekannte Geschichte, die scheinbar jedem von uns widerfahren könnte. Eine glückliche Person wird von einer neuen Leidenschaft aus dem Alltag gerissen. Absicht oder Vorsatz spielen keine Rolle. Es geschieht so unerwartet, dass mögliche Konsequenzen gar nicht bedacht werden. Soldini vermittelt diese Spontanität der aufkeimenden Liebe auf glaubhafte Weise. Seine Figuren sind wie aus dem Leben gegriffen und verfügen über Stärken und Schwächen.

Obwohl Anna und Domenico untreu sind, fällt es dem Zuschauer schwer, sie zu verurteilen. Dazu trägt sicher auch das glaubwürdige Spiel der beiden Hauptdarsteller bei, die wie das restliche Ensemble zu überzeugen wissen. Die Nähe zur Realität wird durch den dokumentarischen Inszenierungsstil verstärkt. Kameramann Ramiro Civita vertraut auf eine natürliche Lichtsetzung, die ein realitätsgetreues Bild von Mailand ermöglicht. Gleichzeitig bildet er das Innenleben der Protagonisten Anna und Domenico ab: Triste Grautöne bestimmen die Zeit der Trennung, kraftvolle Farben die leidenschaftlichen Momente ihres Zusammenseins. Immer wieder greift er auf Handkameras zurück, um so das Publikum an den Handlungen der Darsteller teilhaben zu lassen. Mit "Wo die Liebe hinfällt" ist Soldini ein kleines, aber feines Drama gelungen, das trotz weniger Längen zu unterhalten weiß.
Alamode Film
Videoclip:
Anna (Alba Rohrwacher) führt ein glückliches Leben: Sie hat einen guten Job und liebt ihren... 
Galerie:
Wie in "Brot und Tulpen" widmet sich Silvio Soldini auch in "Was will ich mehr" zwischenmenschlichen Beziehungen. Im dokumentarischen Stil erzählt der Italiener die Geschichte...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
2021