Filmreporter-RSS
©MFA+ FilmDistribution e.K

Toast

OriginaltitelToast
GenreKomödie
Land & Jahr Großbritannien 2010
FSK & Länge ab 6 Jahren • 95 min.
KinoDeutschland
AnbieterMFA+ Film Distribution
Kinostart11.08.2011
RegieS.J. Clarkson
DarstellerFreddie Highmore, Nigel Slater, Sarah Middleton, Ben Aldridge, Clare Higgins, Tracey Wilkinson
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Biopic über englischen TV-Koch Nigel Slater

Im Gegensatz zu anderen Kindern interessiert sich Einzelgänger Nigel Slater (Freddie Highmore) mehr für Kochbücher, als für traditionelle Spielsachen. Deswegen schmerzt es ihn besonders, wenn er in der heimischen Küche mitansehen muss, dass seine Mutter (Victoria Hamilton) nicht sehr gut kochen kann. Alles misslingt ihr, selbst Nudeln aus der Konservendose! Dass sein Vater (Ken Stott) hier nicht eingreift und selbst kocht, ist normal, denn im London der 1960er und 70er-Jahre gehören Frauen noch an den Herd während die Männer für das Einkommen ihrer Familien sorgen.

Als Nigels Mutter an den Folgen einer schweren Krankheit verstirbt, sind Vater und Sohn zunächst auf sich alleine gestellt. Dies schweißt beide zusammen, dennoch erkennen sie bald, dass sie ohne Hilfe nicht auskommen. Die deshalb engagierte Putzfrau (Helena Bonham Carter) ist Nigel allerdings ein Dorn im Auge: Einerseits kann sie besser kochen, als er. Andererseits gewinnt Mrs. Potter immer mehr das Herz von Nigels Vater, so dass die gerade gewachsene Beziehung zwischen Vater und Sohn wieder kaputt zu gehen droht - denn Mrs. Potter duldet niemanden an ihrer Seite!
"Toast" basiert auf der Autobiografie "Halbe Portion: Wie ich lernte, die englische Küche zu lieben" von Nigel Slater. Dieser ist in England ein gefeierter Kochbuchautor und Fernsehkoch. Regisseurin S.J. Clarkson ("Life on Mars - Gefangen in den 70ern") behandelt in ihrem Film Nigels Aufstieg zum Koch eines Nobel-Restaurants. Clarkson versucht nicht jede Begebenheit aus dessen Leben nachzuzeichnen. Vielmehr stellt sie die zwei Punkte heraus, die für den TV-Koch in seiner Kindheit besonders prägend waren: seine Leidenschaft fürs Kochen und seine Probleme mit seiner familiären Situation. Dies wird jedoch zu überzeichnet, auch wenn zu berücksichtigen ist, dass die Geschichte aus der verzerrten Sicht eines Kindes geschildert wird.

Weiß man zu Beginn des Films nicht, dass die Geschichte auf einer Biografie beruht, kommt diese beim Zuschauer überhaupt nicht an. Viel zu sehr schwankt der Film zwischen der Schilderung der familiären Probleme des kindlichen Protagonisten und dessen Kochleidenschaft. Es fehlt an einem klaren Fokus. Dies ändert nichts daran, dass Helena Bonham Carter ("Alice im Wunderland") als Mrs. Potter vorzüglich besetzt ist. Sie mimt die eigenwillige Putzfrau mit solch einer Leidenschaft, dass der Zuschauer jederzeit nachvollziehen kann, weshalb Slater die neue Frau seines Vaters nicht mag. Für die wenigen ernsten Momente des Films sorgt Ken Stott ("The Hobbit: An Unexpected Journey"). Dieser darf in seiner Rolle kaum Emotionen zeigen. Zwei Mal macht er dies dennoch so offen und glaubwürdig, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. So hat "Toast" aufgrund der überzeugenden Darstellerleistungen von Bonham Carter und Stott auch für diejenigen einen gewissen Unterhaltungswert, die nichts mit Nigel Slater anfangen können. Für alle anderen ist das Biopic eine zu sehr überzeichnete, wenn auch treffende Reise durch Slaters Kindheit.
Toast

Bewertung abgeben

Bewertung
5,0 (Filmreporter)     
 (0 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!

Trailer: 

Toast

Nigel Slater (Freddie Highmore) liebt das Kochen, obwohl seine Mutter (Victoria Hamilton) diese Kunst überhaupt nicht beherrscht. Heimlich frönt er seiner...  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Toast

"Toast" ist ein Biopic über die Jugend des englischen TV-Kochs Nigel Slater. Regisseurin S.J. Clarkson stellt dessen Liebe fürs Kochen und seine familiären Probleme in den... mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
© 2019 Filmreporter.de