Naokos Lächeln - 2010 | FILMREPORTER.de
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Naokos Lächeln

OriginaltitelNoruwei no mori
AlternativNorwegian Wood
GenreRomanze
Land & Jahr Japan 2010
FSK & Länge ab 12 Jahren • 133 min.
KinoDeutschland
AnbieterPandora Film
Kinostart30.06.2011
RegieAnh Hung Tran
DarstellerRinko Kikuchi, Kohei Yoshino, Makoto Sugisawa, Kentaro Tamura, Yuki Ito, Yusuke
Homepage https://http://naoko.pandorafilm.de
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Optisch gute, aber dröge inszenierte Romanadaption

Toru (Ken'ich Matsuyama) und Naoko (Rinko Kikuchi) interessieren sich nicht für die politischen Unruhen der späten 1960er Jahren in Japan. Zu sehr sind sie mit dem Tod ihres Freundes Kizuki (Kengo Kora) beschäftigt, der sich das Leben genommen hat. Toru und Naoko versuchen sich gegenseitig zu trösten. Sie verbringen viel Zeit miteinander - mit Gesprächen und langen Spaziergängen. Toru beginnt das Geschehene langsam zu verarbeiten, doch Naoko zieht sich immer weiter zurück. Als Toru eines Tages seine Kommilitonin Midori (Kiko Mizuhara) kennenlernt, eröffnet sich ihm die Chance, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie ist offener, temperamentvoller und selbstbewusster als Naoko. Doch das Glück währt nur kurz.
"Naokos Lächeln" ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Haruki Murakami aus dem Jahr 1987. Während dieser seine Geschichte als nostalgische Rückschau anlegt, konzentriert sich Tran Anh Hung ("Cyclo") auf die schmerzvollen Aspekte. Für ihn sei es wichtig gewesen, den rohen Schmerz frischer Wunden zu zeigen. Deshalb habe er seine Geschichte als Gegenwartsdrama der 1960er Jahre in Japan angelegt.

Ken'ich Matsuyama als Toru und Rinko Kikuchi ("Babel") als Naoko schaffen es überzeugend, die Emotionen ihrer Figuren zu verkörpern. Ihnen ist anzusehen, welch tiefen Schmerz ihre Figuren in sich tragen. Vieler Dialoge bedürfen sie nicht, um zu zeigen, wie wichtig sie füreinander sind. Dieser positive Aspekt wird durch den Regisseur jedoch zunichte gemacht, indem er zu viele derartige solche Szenen aneinanderreiht. Das führt dazu, dass diese keinen prägenden Charakter bekommen und eher langatmig wirken. Viele Momente erscheinen als Wiederholung und beim Zuschauer entsteht Langeweile.

Die musikalische Untermalung ist zu klischeehaft geraten. Speziell in der dramatischen zweiten Hälfte setzt eine dröhnende Geigen-Musik ein, die mehr stört als die Handlung stützt. Zum einen gibt es keinerlei Variationen, zum anderen ist die Musik schlicht zu laut. Eine Konzentration auf die Charaktere fällt dadurch schwer. Gelungen ist hingegen die Kameraführung. Wenn Naoko und Toru sich in der Natur befinden, sind sie von einer wunderschönen Landschaft umgeben, die gelungen fotografiert ist. Auch die Innenaufnahmen überzeugen. In ästhetischen und kontrastreichen Bildern werden die Darsteller ins Profil gesetzt. In Erinnerung bleiben überzeugende Darsteller und Bilder. Die Geschichte ist durch die seltsame Einförmigkeit einfach zu langweilig.
Naokos Lächeln

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Naokos Lächeln

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