Progress Film-Verleih/ Foto Eduard Neufeld
Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus?

Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus?

Originaltitel
Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus?
Alternativ
Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus?
Genre
Märchen
Land /Jahr
Deutsche Demokratische Republik 1977
 
92 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
20.10.2011 ( Kino Deutschland | Kino Deutschland ) bei Progress Film-Verleih
Regie
Egon Schlegel
Darsteller
Ernst-Georg Schwill, Horst Papke, Peter Friedrichson, Peter Dommisch, Hans-Peter Reinicke, Harry Merkel
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IMDB
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Klassischer DEFA-Märchenfilm in einer Neuauflage
Bauernjunge Jakob (Hans-Joachim Frank) ist ein wahrer Taugenichts. Nichts will ihm so recht gelingen und sein größtes Hindernis sind seine Beine, über die er unentwegt stolpert. Dass er trotz seiner Schusseligkeit zum königlichen Booten ernannt wird, grenzt da fast schon an ein Wunder. Als er eines Tages einen Brief ins Schloss bringen soll, ahnt er nicht, dass das Schreiben sein eigenes Todesurteil beinhaltet. Doch das Schicksal meint es gut mit ihm. Er wird von einer Räuberbande entführt, die den Inhalt des Briefes kurzerhand umschreibt.

Jetzt befiehlt der Brief, dass der Briefboote nicht erhängt, sondern mit der Prinzessin (Katrin Martin) verheiratet werden soll. Diese lebt auf Anweisung des Königs (Rolf Ludwig) unter der Erde und ist über diese Entwicklung sehr froh. Am Tag der Hochzeit trifft allerdings der betrunkene König ein und unterbricht die Zeremonie. Nur wenn Jakob vom Teufel (Dieter Franke) persönlich drei goldene Haare herbeischafft, dürfe er die Königstochter heiraten. Jakob hat Angst und denkt nicht daran, zum Teufel zu gehen. Doch die Tränen der Prinzessin und die Aussicht, mit der edlen Maid zusammenzuleben, lassen ihn erweichen.
"Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus" ist die freie Adaption des Märchens "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" der Gebrüder Grimm. Wie viele DEFA-Märchenfilme seit den 1950er Jahren nahm auch der Film von Egon Schlegel vor allem durch seine Tricktechnik für sich ein. Nur durch aufwändige Spezialeffekte konnten Ideen wie der sich bewegende Schwanz des Teufels, aus den Ohren fließender Wein oder fliegende Esel umgesetzt werden. Neben der Technik wurde von der Kritik auch der komödiantische Aspekt des Films positiv hervorgehoben. So sei der Film nicht nur eine "aktionsgeladene", sondern auch eine "sehr witzige Märchenunterhaltung" urteilte der Film-Dienst.

Für Problematisch wurde der für den DEFA-Märchenfilm nicht untypische hohe Anspruch des Werks befunden. Seine recht komplexe Erzählstruktur sowie die satirische Schärfe würden einen Großteil der kleineren Kinder auf der Strecke lassen. Ohne die Qualität der Adaption zu schmälern, urteilte auch der Film-Dienst entsprechend. So sei "Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus" vornehmlich "für die etwas ältere Kinder" geeignet, "die der Ironie der Geschichte gut zu folgen vermögen und mit ihrer drastischen Bildsymbolik umzugehen verstehen".
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2021