if... Cinema
Die große Passion

Die große Passion

Originaltitel
Die große Passion
Genre
Dokumentarfilm
Land /Jahr
Deutschland 2011
 
149 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
17.11.2011 ( Kino Deutschland ) bei if... Cinema
Regie
Jörg Adolph
Darsteller
Alfons Gerl, Otto Huber, Frederik Mayet, Andreas Richter, Christian Stückl
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
Es gibt noch keine Userkritik!
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten
Hinter den Kulissen des Oberammergauer Theaters
Die Passionsspiele von Oberammergau haben eine lange Tradition. Von 1634 bis 1680 unregelmäßig, seither alle zehn Jahre, wird die Heilsgeschichte von Jesus Christus aufgeführt. Als Schauspieler dürfen nur Personen mitwirken, die in Oberammergau geboren wurden, oder mindestens 20 Jahren hier leben. Vor über 370 Jahren schworen die Dorfbewohner das Passionsspiel immer wieder aufzuführen, so lange sie von der Pest verschont blieben.

Auch Spielleiter Christian Stückl stammt aus dem Dorf und versucht in seiner dritten Inszenierung erneut, die Waage zwischen Tradition und Moderne halten. Er muss sich die Frage stellen, wie er einerseits dem traditionellen Charakter des Stückes und andererseits den Wünschen des Dorfes gerecht wird und in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise den kommerziellen Aspekt nicht aus den Augen verliert. Jörg Adolph zeigt in seiner Dokumentation, wie Stückl diese anspruchsvolle Aufgabe angeht.
Die Dokumentation "Die große Passion" gewährt Einblicke in die die Vorbereitung der Passionsspiele in Oberammergau. Diese werden seit 1634 aus Dankbarkeit gegenüber Gott alle zehn Jahre aufgeführt. Jörg Adolph ("Die Reproduktionskrise") begleitet Spielleiter Christian Stückl von seinem ersten Konzeptentwurf im Jahr 2008, bis zur letzten Aufführung des Stücks im Herbst 2010.

Trotz seiner Geburt in Oberammergau und seinem klaren Bekenntnis zum Passions-Mythos, standen Adolph während der Dreharbeiten nicht immer alle Türen offen. Insbesondere die Lokalpolitiker verweigerten mehrfach, Einblicke in ihre Arbeit zu geben. In rund 200 Drehtagen entstanden mehr als 300 Stunden Filmmaterial. Nach Aussage des Regisseurs, war die Arbeit am Schneidetisch das Schwierigste. Da er auf Interviews, erklärende Kommentare und Musik verzichtete, habe er die Dramaturgie der Dokumentation nur mittels des Schnitts beeinflussen können.
if... Cinema
Galerie:
Jörg Adolph schildert in seiner Dokumentation die Arbeit der Oberammergauer Passionsspiele. Er setzt 2008 beim Vorbereitungstreffen ein und schließt mit der letzten...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten
2021