Babycall

Originaltitel
Babycall
Genre
Thriller
Land /Jahr
Norwegen 2011
 
95 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
12.07.2012 ( D ) bei NFP marketing & distribution
Regie
Pål Sletaune
Darsteller
Noomi Rapace, Kristoffer Joner, Vetle Qvenild Werring
Homepage
http://www.babycall-derfilm.de
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IMDB
BabycallNFP marketing & distribution
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
Exzellent inszenierter Thriller in düsterer Optik
Anna (Noomi Rapace) leidet unter einer starker Paranoia. Seit sie Sohn Anders (Vetle Qvenild Werring) vor ihrem gewalttätigen Ex-Partner gerettet hat, lässt sie ihn nicht mehr aus den Augen. Sie leben in einer kleinen Wohnung in einer tristen Wohnsiedlung und kämpfen verzweifelt um ein wenig Normalität. Anders will unbedingt zur Schule gehen, doch seine Mutter ist davon wenig begeistert. Den ganzen Tag lang pflegt sie vor der Schule zu warten, um einen Kontakt mit dem Vater des Jungen zu verhindern.

Über ein Babyfon überwacht sie das Kind sogar, wenn es schläft. Zaghaft versucht sie, wieder etwas Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen. So trifft sie Helge (Kristoffer Joner), den vor allem sein Verhältnis zu seiner im Sterben liegenden Mutter zu charakterisieren scheint. Annas Paranoia lässt schnell die Grenzen zwischen Realität und Einbildung verschwimmen.
Nach seinen Anfängen als Komödienregisseur hat Pål Sletaune seine Affinität zu düsteren Stoffen bereits 2005 mit "Nachbarn" unter Beweis gestellt. Mit "Babycall" wagt er sich erneut an einen Thriller und macht schon in den ersten Minuten klar, dass er die Bildsprache des Genres meisterlich beherrscht. Mit sparsam beleuchteten Innenaufnahmen gelingt es ihm, eine unbehagliche Klaustrophobie entstehen zu lassen.

Besonders der bedrückende Realismus der Aufnahmen und die sparsame Inszenierung zeitigen ein großes Maß an Immersion, so nennt man die "Überführung in einen Bewusstseinszustand (Eindruck), bei dem sich die Wahrnehmung der eigenen Person in der realen Welt vermindert und die Identifikation mit dem "Ich" (dem Avatar) in der virtuellen Welt vergrößert" (Quelle: wikipedia.org). "Babycall" ist ein Psycho-Horror der feinsten Sorte. Es gibt keine Monster, keine Jump-Scares, keine Spezialeffekte und keinen lauernden Serienkiller. Stattdessen wird ein diffuses Bedrohungsszenario so lange verdichtet, dass es schwer fällt, sich ihm zu entziehen.

Den ausgezeichneten Hauptdarstellern Noomi Rapace und Kristoffer Joner gelingt es mit ihrem meisterhaft reduziertem Spiel, glaubwürdige Figuren zu erschaffen. Die etwas vorhersehbare Wendung im letzten Akt ist die einzige Schwäche eines ansonsten runden Thriller-Erlebnisses.
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Anna (Noomi Rapace) leidet unter einer starker Paranoia. Seit sie Sohn Anders (Vetle Qvenild... 
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Pål Sletaune erweist sich als exzellenter Stilist. Zielsicher setzt er den spannenden Plot in Szene und kreiert ein bedrückendes Bedrohungsszenario. Der düstere Look bietet...
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2021