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Inside Llewyn Davis

OriginaltitelInside Llewyn Davis
GenreDrama
Land & Jahr USA 2013
FSK & Länge ab 12 Jahren • 104 min.
KinoDeutschland
AnbieterStudioCanal Germany
Kinostart05.12.2013
RegieJoel Coen, Ethan Coen
DarstellerKristoffe Brodeur, Declan Bennett, David Boston, Logan Bennett, Paul Rocco Amato, Genevieve Adams
Homepage http://www.InsideLlewynDavis.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Ruhiges Drama über einen erfolglosen Folk-Musiker

Im New York des Jahres 1961 steckt die Folk-Szene noch in den Anfängen. Nur wenige Künstler schaffen den Durchbruch und können von ihrer Musik leben. Einer der vielen für den Traum vom Ruhm kämpfenden jungen Musiker ist Llewyn Davis (Oscar Isaac). Er ist dabei nicht besonders erfolgreich. Er verdient kaum Geld, hat keine eigene Wohnung und übernachtet bei Freunden. Auch wenn der große Erfolg noch ausbleibt, gibt Llewyn sein musikalisches Streben nicht auf. Er reist von New York nach Chicago und wieder zurück, immer in der Hoffnung, dass jemand die Schönheit seiner Musik erkennt.
Joel und Ethan Coen ("True Grit - Vergeltung") sind Meister des Regiefachs. Filme wie "No Country for Old Men", "The Big Lebowski" und "O Brother, Where Art Thou?" sind überragende Kunstwerke, die ihren hohen Stellenwert in der Filmgeschichte verdient haben. Umso erstaunlicher ist es, dass die beiden Brüder für ein so flaches und handlungsarmes Stück wie "Inside Llewyn Davis" verantwortlich zeichnen. Starke Geschichten wie die von Llewelyn Moss in "No Country for Old Men" vermisst man hier. Die Handlung hätte an jedem anderen Punkt von Davis' Leben ansetzen können, es hätte keinen Unterschied gemacht. Die Figur bleibt an der Oberflächlich und ist zu unsympathisch gezeichnet, als dass sich der Zuschauer mit ihr identifizieren würde.

Die mangelnde Zuneigung für die Hauptfigur ist auch dem Spiel von Oscar Isaac ("The Two Faces of January") geschuldet. Der spielt den grimmigen Davis so überzeugend, dass die Wirkung auf die Figur zurückschlägt. Man fiebert nicht mit dem Titelhelden; seine Handlungen und Ansichten schrecken eher ab. Glanzpunkt der Besetzung ist Carey Mulligan ("Der große Gatsby 3D"), die als im Alltag gefangene New Yorkerin leider zu wenig Gewicht in der Handlung hat. Im Falle ihres Filmpartners Justin Timberlake ("Runner Runner") ist die mangelnde Präsenz allerdings ein Glücksfall. Die Rolle des Wollpulli tragenden Goldkelchens nimmt ihm niemand ab.

Handwerklich kann man den Coen-Brüdern keinen Vorwurf machen. Die Bilder des kalten New Yorker Winters sind adäquat fotografiert, die Szenen sind dramaturgisch überzeugend gebaut und auch die Folk-Musik wird akzentuiert eingesetzt. Auf die Musik sollte man sich am besten konzentrieren. Einfach die Augen schließen und zuhören, dann ist auch die schwache Handlung schnell vergessen.

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Kinotrailer zu "Inside Llewyn Davis"
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