Hasta La Vista

Pflücke das Leben
Originaltitel
Hasta la Vista!
Alternativ
Come As You Are
Genre
Komödie
 
Belgien
 
115 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
12.07.2012 ( D | CH | A ) bei Ascot Elite Entertainment Group
Regie
Geoffrey Enthoven
Darsteller
Tom Audenaert, Karel Vingerhoets, Luca Verhoeven, Katelijne Verbeke, Robrecht van den Thoren, Xandra Van Welden
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IMDB
Hasta La VistaAscot Elite
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Ungewöhnlicher Roadtrip mit Hindernissen
Philip (Robrecht van den Thoren), Lars (Gilles de Schrijver) und Jozef (Tom Audenaert) wollen nur eins: endlich einmal Sex mit einer Frau haben. Aber das ist nicht so einfach denn die drei sind körperlich behindert. Philip ist von der Halswirbelsäule abwärts gelähmt, Lars hat einen Tumor, der ihn in den Rollstuhl zwingt und Jozef ist blind. Doch dann hört Philip von einem Bordell in Spanien, in das Jungs wie sie gehen können.

Natürlich können die drei ihren Eltern nicht erzählen, was sie vorhaben. So wird die Reise als Weinprobe getarnt. Sogar ein Fahrer ist schon gefunden. Doch dann funkt Lars Tumor dazwischen und seine Eltern wollen ihn nicht mehr fahren lassen. Aber Lars will partout nicht als Jungfrau sterben. Also machen sich die drei heimlich auf die Reise. Mit dabei ist ihr neuer Fahrer Claude, der sich als ziemlich dicke Fahrerin (Isabelle de Hertogh) entpuppt und zunächst gar nicht angetan vom Plan der drei Männer ist...
 
Regisseur Geoffrey Enthoven ist dafür bekannt, dass er sich in seinen Filmen mit Tabuthemen auseinandersetzt. In "Meisjes" lässt er drei Alzheimerpatientinnen eine R&B-Band gründen. Um sich dem Thema Behinderung zu nähern, packt Enthoven seine Geschichte in eine Komödie. Es darf herzhaft gelacht werden. Lustige, ernste und traurige Momente finden zum richtigen Gleichgewicht.

Dass Behinderte die gleichen Bedürfnisse haben wie alle anderen auch, wird oft ausgeblendet. Viele fühlen sich unwohl dabei, wenn sie daran denken, dass auch sie ihre Sexualität ausleben wollen. Regisseur Geoffrey Enthoven hält uns gehörig den Spiegel vor. Dass er das ohne den moralischen Zeigefinger schafft, macht sein Roadmovie so sehenswert. Denn seine drei Hauptfiguren sind nicht perfekt. Philip führt sich zunächst wie ein riesengroßes Arschloch auf. Er begegnet Claude mit Verachtung, man möchte ihn am liebsten schütteln. Wie kann einer, der selbst im Rollstuhl sitzt und 24 Stunden am Tag auf die Hilfe anderer angewiesen ist, so gemein sein? Genau diese scheinheilige Frage sollen wir uns stellen. Warum eigentlich nicht? Bloß weil er selber Spott ausgesetzt ist, macht ihn das doch nicht zu einem besseren Menschen.

Die drei Hauptdarsteller Robrecht van den Thoren, Gilles de Schrijver und Tom Audenaert machen ihre Sache so gut, dass man sich zeitweilig fragt, ob es sich nicht um behinderte Schauspieler handelt. Thoren gelingt es, Philip wie einen richtigen Kotzbrocken wirken zu lassen, ohne dass die Figur ihre ganze Sympathie einbüßt. Denn sein Verhalten ist einfach nur menschlich. De Schrijver lässt wohldosiert den Schmerz und die Angst in Lars aufblitzen, der versucht, sich trotz seines bevorstehenden Todes nicht unterkriegen zu lassen. Audenaert hingegen beweist feinsinniges komisches Talent. So etwa, wenn Jozef seinen heimlich gepackten Koffer hinter dem Tisch verstecken will. In den komischen Situationen lacht man nicht über Jozef, sondern mit ihm und den anderen. Das Schöne an der Komödie ist auch, dass der Zuschauer die drei Helden nicht bemitleiden muss, sondern er mit ihnen fühlen kann. Enthoven erzählt eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Sehnsucht.
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Hasta La Vista
Videoclip: Hasta La Vista
Offiziell soll es eine Weintour werden. Tatsächlich soll der Ausflug Philip (Robrecht van den Thoren), Lars (Gilles de Schrijver) und Jozef (Tom Audenaert) in ein spanisches...  Clip starten
Galerie: Hasta La Vista
Geoffrey Enthoven erzählt ein wunderbares Roadmovie mit drei nicht ganz alltäglichen Helden. Dabei findet er genau die richtige Balance zwischen ernsten und lustigen Tönen.
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2021