Filmgalerie451
Die Vermissten

Die Vermissten

Originaltitel
Die Vermissten
Genre
Drama
Land /Jahr
Deutschland 2012
 
85 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
10.05.2012 ( Kino Deutschland ) bei Filmgalerie 451
Regie
Jan Speckenbach
Darsteller
André M. Hennicke, Peter von Strombeck, Damian van den Boogaard, Oliver Michael Jaksch, Wolfgang Schloesser, Irene Rindje
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
Es gibt noch keine Userkritik!
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungGalerieDVDs
Apokalyptisches Szenario einer Welt ohne Kinder
Seit Jahren hat Lothar (André M. Hennicke) zu seiner Ex-Frau keinen Kontakt mehr. Dasselbe gilt für seine 14-jährige Tochter Martha (Paula Kroh). Als er erfährt, dass diese spurlos verschwunden ist, zögert er dennoch nicht, nach ihr zu suchen. Im Zuge seiner Bemühungen macht er schon bald eine mysteriöse Entdeckung. Nicht nur seine Tochter, auch viele andere Kinder und Jugendliche in der Stadt sind spurlos verschwunden.

Lothar weiß nicht weiter. Auch als er seine fieberhafte Suche auf das ganze Land ausweitet, hat er keinen Erfolg. Als er schließlich auf die zwölfjährige Lou (Luzie Ahrens) trifft, versucht er mit dem kleinen Mädchen der Ursache für das Verschwinden der anderen Kinder auf den Grund zu gehen. Dabei merkt er zunehmend, dass die Welt längst nicht mehr so ist, wie er sie einst kannte.
In "Die Vermissten" zeichnet Regisseur Jan Speckenbach das apokalyptische Szenario einer Welt, in der Kinder spurlos verschwinden. Trotz der surreal anmutenden Prämisse hat das Drama eine politische Dimension, die in der heutigen Realität verankert ist. So verweist das Werk auf das kapitalistische Denken, das vor lauter Profitgier die soziale Dimension aus den Augen verliert. 'Eine Gesellschaft, die sich dem Jugendkult hingegeben hat, die es aber den Jugendlichen schwerer macht denn je, sich in ihr zu behaupten; eine Wirtschaft, die um das goldene Kalb tanzt, ohne bemerken zu wollen, dass zwei zerbrochene Steinplatten zertrümmerter Werte danebenliegen - was wäre, wenn sich die Jugend da einfach verabschiedete?', fragt Speckenbach in seinem Statement zum Film.

Nachdem "Die Vermissten" während der Internationalen Filmfestspiele von Berlin 2012 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino lief, erhielt das Erstlingswerk des Regisseurs viel Zuspruch von Kritikern. So wurde es als gelungener Genre-Beitrag gelobt, der sowohl stilistisch als auch durch seine gesellschaftliche Relevanz überzeugt.
Carlos Corbelle/Filmreporter.de
Galerie: Die Vermissten
In seinem Spielfilmdebüt zeichnet Jan Speckenbach das erschreckende Bild einer Welt, in der die Kinder immer weniger werden. Das Drama lief auf der...
Filmgalerie451
Die Vermissten
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungGalerieDVDs
2021