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Die Hochzeit unserer dicksten Freundin
OriginaltitelBachelorette
GenreKomödie
Land & Jahr USA 2012
FSK & Länge 88 min.
KinoDeutschland
AnbieterStudioCanal Germany
Kinostart25.10.2012
RegieLeslye Headland
DarstellerMelissa Stephens, Chris Katrandjian, Chris Cardona, Candy Buckley, Alden Ford, Erik Parian
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Durchwachsene Komödie mit unbequemer Kirsten Dunst

Regan (Kirsten Dunst), Gena (Lizzy Caplan) und Katie (Isla Fisher) staunen nicht schlecht, als sie zur Hochzeit ihrer übergewichtigen Freundin Becky (Rebel Wilson) eingeladen werden. Ausgerechnet die ungeliebte Außenseiterin soll sich den begehrten Dale (Hayes MacArthur) geangelt haben. Mit einer Mischung aus Neugier und Hohn nehmen die drei jungen Frauen die Einladung an und wollen es beim Jungesellinnen-Abschied ordentlich krachen lassen.

Allerdings wird die Angelegenheit nicht ganz so ausgelassen, wie erhofft. Die resolut auftretende Gena trifft auf ihre Jugendliebe Clyde (Adam Scott) und muss sich eingestehen, dass sie nach wie vor Gefühle für ihn hegt. Katie sorgt mit ihrer naiven Art für Trubel und Regan hadert damit, dass sie im Gegensatz zu Becky noch immer nicht ihren Traummann gefunden hat. Als die Freundinnen versehentlich das Hochzeitskleid ruinieren, nimmt das Chaos seinen Lauf.
Dank cleverer Drehbücher und glaubwürdiger Charaktere haben Filme wie "Brautalarm", "Fast verheiratet" und "Friends with Kids" bewiesen, dass die romantische Mainstream-Komödie aus Hollywood noch nicht vollständig im Sumpf der eigenen Formelhaftigkeit ertrunken ist. Leslye Headlands Regiedebüt "Bachelorette" hätte - ungeachtet des ärgerlichen deutschen Titels "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" - ein vorläufiger Höhepunkt dieser begrüßenswerten Entwicklung werden können. Die Komödie über drei beste Freundinnen, die zwischen arroganter Selbstüberschätzung und tiefsitzenden Selbstzweifeln, ungehemmter Lebensfreude und selbstzerstörerischen Impulsen changieren, ist in gewisser Weise die böse Zwillingsschwester von "Sex and the City".

Während die erfolgreiche Fernsehserie mit zwei Kinospinnoffs von der Suche moderner Frauen nach dem Traumprinzen im Großstadtdschungel auf unbeschwerte Art erzählt, gibt es Augenblicke in "Bachelorette", die so unbequem, gemein und bitter sind, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Das gilt vor allem für die Momente, in denen Kirsten Dunst als ungeheuer verbissene Perfektionistin empört zum Ausdruck bringt, dass ausgerechnet ihre übergewichtige, in der Schule stets unbeliebte Freundin und nicht sie mit einem attraktiven Mann vor dem Traualtar stehen wird.

Leider verlieren sich diese überraschend ambivalenten Momente immer wieder in Witzen, die nicht wirklich zünden wollen. Sie verbeißen sich in ermüdende Verkettungen peinlicher Missgeschicke und münden in einem Finale, das ernüchtert, weil es nicht ernüchternd genug ist, sondern auf allzu schnelle Versöhnung aus ist. Am Ende hat man das Gefühl, dass die "Bachelorette" dem Genre der romantischen Komödie durchaus einen Arschtritt verpasst hat - nur hätte der Tritt schmerzvoller ausfallen müssen.

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Regan (Kirsten Dunst), Gena (Lizzy Caplan) und Katie (Isla Fisher) können es nicht fassen, dass ihre übergewichtige Freundin Becky (Rebel Wilson) den...  Clip starten
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Mit ihrem Regiedebüt hat Leslye Headland eine Komödie mit Höhen und Tiefen realisiert. Gelungene Momente voller Bitterkeit wechseln sich mit leidlich witzigen Gags ab. mehr
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