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Fraktus - Das letzte Kapitel der Musikgeschichte

OriginaltitelFraktus - Das letzte Kapitel der Musikgeschichte
AlternativUte, Tasche, Vogel (Arbeitstitel)
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland 2012
FSK & Länge ab 12 Jahren • 95 min.
KinoDeutschland
AnbieterPandora Film
Kinostart08.11.2012
RegieLars Jessen
DarstellerJürgen Laarmann, Devid Striesow, Margit Laue, Klaus Maeck, Engelhardt Marcus, Marusha
Homepage http://www.fraktus.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailersGaleriebewerten

Musik-Mockumentary mit etwas alberner Note

Musikmanager Roger Dettner (Devid Striesow) hat Großes vor. Er will das legendäre Elektropop-Trio Fraktus wieder zusammenbringen und produzieren. Doch leider sind Dirk 'Dickie' Schubert (Rocko Schamoni), Bernd Wand (Jacques Palminger) und Torsten Bage (Heinz Strunk) nicht mehr die besten Freunde und darüber hinaus in alle Winde verstreut.

Roger gibt nicht so schnell auf, bringt das Trio an einen Tisch und überredet die in die Jahre gekommenen Musiker zu einem Comeback. Er hat sogar schon einen Major-Plattenvertrag für das Elektropop-Urgestein an Land gezogen und hofft damit auch seinen eigenen großen Durchbruch zu schaffen. Seine Schützlinge erweisen sich jedoch als extrem streitsüchtig und zudem als etwas überfordert. Sie kommen mit den modernen Anforderungen des Musikgeschäfts nicht zurecht...
Mit "Fraktus" versucht sich Lars Jessen an einer Mockumentary, also an der Parodie auf den Dokumentarfilm. Dabei hat sich der Regisseur insbesondere auf die US-amerikanische Musikdokumentation "Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft" gestützt, denn einige Handlungsstränge aus "Fraktus" ähneln der realen und tragikomischen Geschichte der Heavy Metal-Band Anvil. Diese darf Mitte der 1980 Jahre mit den ganz Großen der Rockszene wie Bon Jovi und Whitesnake gemeinsam auf Festivals spielen und beeinflusst in der Folge erfolgreiche Metal-Bands wie Slayer und Metallica. Doch der eigene Durchbruch im Musikgeschäft bleibt Anvil verwehrt.

Jessen überträgt diese Geschichte nun auf eine fiktive deutsche Elektropop-Band namens Fraktus, die er als eine der einflussreichsten Band für die spätere deutsche Techno-Bewegung der 1980er und 1990er Jahre ausgibt. Zu Beginn nimmt man dem Regisseur sogar ab, dass es die Band gegeben haben könnte. Namhafte Künstler aus der Techno-Szene wie Scooter-Frontman H.P. Baxxter, Techno-DJane Marusha und andere Musiker wie der Hip-Hopper Jan Delay spielen gekonnt mit und preisen das Fraktus-Trio als wegweisende Elektro-Legende. Das ist alles sehr amüsant und charmant inszeniert, ebenso wie die gefakten Plattencover und Zeitungsausschnitte über die Band mit Liebe zum Detail angefertigt wurden.

Was dann folgt, ist doch enttäuschend. Anstelle von weiteren interessanten Querverweisen auf die Musikszene sind die Darsteller angehalten, ausschließlich ihr komödiantisches Talent zu beweisen. Neben einigen netten Gags überwiegen die ungeprobt wirkenden Kalauer. Auch wenn dieses amateurhafte Element absichtlich Teil der Inszenierung sind, geht dennoch der eigentliche Charme und die gute Idee von "Fraktus" unter. Da haben die Komiker des Studio Braun Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger schon bessere Momente gehabt. Mit etwas weniger Komödie und dafür mehr Musikgeschichte wäre man dem Thema gerechter geworden.

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Fraktus
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