#Zeitgeist - 2014 | FILMREPORTER.de
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©Paramount Pictures

#Zeitgeist

OriginaltitelMen, Women & Children
GenreKomödie
Land & Jahr USA 2014
FSK & Länge ab 12 Jahren • 119 min.
KinoDeutschland
AnbieterParamount Pictures
Kinostart11.12.2014
RegieJason Reitman
DarstellerAdam Sandler, Rosemarie DeWitt, Judy Greer, Dean Norris, Timothée Chalamet, Olivia Crocicchia
Homepage https://http://www.menwomenchildrenmo...
https://http://www.Zeitgeist-derFilm.de
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Jason Reitman zeichnet ein Bild unserer Zeit

Nach Erfolgen wie "Juno" und "Up in the Air" wagt sich der frühere Kritiker-Liebling Jason Reitman mit "#Zeitgeist" erstmals an einen Ensemblefilm. Ins Zentrum rückt er sieben Familien einer texanischen Kleinstadt, die eines gemeinsam haben: Sie sind Teil einer Welt, die zunehmend von Internet, sozialen Medien und digitaler Kommunikation beherrscht wird.

Da ist zum Beispiel Familie Truby: Das Sexleben von Vater Don (Adam Sandler) und Helen (Rosemarie DeWitt) befindet sich auf dem Tiefpunkt. Während Don in einschlägigen Pornoseiten seine sexuelle Lust befriedigt und in diesem Punkt seinem Sohnemann in nichts nachsteht, probiert Helen ein Dating-Plattform aus.

Die Besitzergreifende Mutter Patricia (Jennifer Garner) stellt ihrer 15-Jährigen Tochter Brandy (Kaitlyn Dever) nach und verletzt dabei aus mütterliche Sorge deren Privatsphäre. Brandy gelingt es dennoch, sich aus der Umklammerung der Mutter zu reißen und sich heimlich mit Tim (Ansel Elgort) zu treffen.

Der junge Mann hätte dagegen gerne mehr Kontakt zu seiner Mutter. Die hat die Familie längst verlassen und sich neu verlobt. Während Tim seinen Frust in Gewalt verherrlichenden Videospielen abreagiert, trifft sich sein Vater Kent (Dean Norris) mit der alleinstehenden Mutter Donna (Judy Greer). Auch die ist alles andere als eine Bilderbuch-Mama. So scheut sie nicht davor zurück, ihre hübsche Tochter mit erotische Fotos im Internet zu vermarkten.
Ausgehend vom Roman "Men, Women & Children" des jungen US-Schriftstellers Chad Kultgen (Jahrgang 1976) hat Jason Reitman ein Episodendrama über menschliche Beziehungen und die moderne Kommunikation inszeniert. Die Befunde von Romanautor und Regisseur sind so ernüchternd wie die Botschaft von Buch und Film unübersehbar ist: Im Zeitalter von Internet und Handy findet zwischenmenschliche Interaktion allenfalls auf digitaler Ebene statt. Der Mensch wendet sich mit dem zunehmenden Vormarsch neuer Medien von seiner Umwelt und den Mitmenschen immer mehr ab, um seine Sorgen und Ängste durch die Flucht in virtuelle Räume zu verdrängen oder hier seine Sehnsüchte und Triebe zu befriedigen. Die Folge ist zwischenmenschliche Entfremdung und eine vereinsamte Gesellschaft.

Reitman hat sich mit Filmen wie "Thank You for Smoking", "Juno" und "Up in the Air" innerhalb kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Regisseure des US-amerikanischen Independent-Films etabliert. Seine Filme zielen nicht nur auf Unterhaltung, sondern zeigen stets auch ein Gespür für die Befindlichkeiten der US-amerikanischen Gesellschaft. Das kommt nicht nur bei den Zuschauern gut an, sondern findet auch bei Kritikern Anerkennung. Mit 28 Jahren seinen ersten Film gedreht, wird der Sohn des erfolgreichen Regisseurs Ivan Reitman bald als neues Wunderkind des US-Kinos gehandelt.

Beide Seiten, vor allem aber das Fachpublikum, konnte Reitman mit seinen letzten Filmen indes immer weniger bewegen. Während das 2011 entstandene Drama "Young Adult" noch hier und da Lob einheimste, ging sein mit Kate Winslet und Josh Brolin besetztes Melodram "Labor Day" sang und klanglos unter. Auch "#Zeitgeist" musste zum Teil heftige Kritik einstecken. Wollte Reitman mit dem Ensemblefilm ein Abbild unserer Zeit zeichnen, wird ihm von der Kritik gerade diese Absicht in Frage gestellt. Anstatt einen sachlich-kritischen Befund abzuliefern, wirft man ihm moralinsaueres Belehren vor. Nicht zuletzt sei Reitmans Biss früherer Tage harmloser Biederkeit gewichen, so der allgemeine Tenor. Ein US-Kritiker von Time Out urteilt gar vernichtend, der 37-jährige Filmemacher inszeniere, als sei er 400 Jahre alt.
#Zeitgeist

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Trailer: 

"#Zeitgeist": Offizieller deutscher Trailer

Im Zentrum stehen sieben Familien einer texanischen Kleinstadt, die alle mit Beziehungsproblemen zu kämpfen haben.  Clip starten
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"#Zeitgeist" von Jason Reitman basiert auf dem Roman "Men, Women & Children" von Chad Kultgen. Das prominent besetzte Ensemble-Drama hat den Anspruch, ein Bild unserer medial... mehr
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