The House That Jack Built - 2018 | FILMREPORTER.de
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The House That Jack Built

OriginaltitelThe House That Jack Built
GenreHorror
Land & Jahr Dänemark/Frankreich/Deutschland 2018
FSK & Länge 155 min.
KinoDeutschland
AnbieterConcorde Filmverleih
Kinostart29.11.2018
RegieLars von Trier
DarstellerMatt Dillon, Bruno Ganz, Uma Thurman, Siobhan Fallon, Sofie Gråbøl, Riley Keough
Homepage https://www.thehousethatjackbuilt-fil...
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Schocker von Edelskandalregisseur Lars von Trier

Der dänische Skandal-Regisseur Lars von Trier wendet sich einem Stoff zu, den man getrost als starken Tobak bezeichnen kann. Im Zentrum der Handlung steht nach "Nymph()maniac" erneut ein triebgesteuerter Charakter. Es geht um einen Serienkiller namens Jack (Matt Dillon). Der ist nicht nur hoch intelligent, sondern auch total abartig. Er fühlt einen unbändigen Drang, Menschen - Frauen vor allem und sogar Kinder - zu töten. Seine Taten begreift der Serienkiller als Kunstwerke.
Mit "The House That Jack Built" wird Lars von Trier 2018 wieder in einen erlauchten Kreis der Filmelite aufgenommen. Der dänische Drehbuchautor und Kultregisseur darf seinen Psycho-Thriller in Cannes präsentieren, nachdem er dort 2011 für einen handfesten Skandal sorgt. Von Trier bezeichnet sich damals nach der Aufführung des Weltuntergangsdrama "Melancholia" in der anschließenden Pressekonferenz als Hitler-Sympathisant. Weil nicht alle die Ironie verstehen, wird er von der Festivalleitung zur Persona non grata erklärt. Die Rehabilitation erfolgt 2018 noch zaghaft, "The House That Jack Built" wird zwar im Wettbewerb gezeigt - aber außer Konkurrenz.

Mag es diesem Umstand zu verdanken sein oder der Tatsache, dass sich Presse und Zuschauer an die provokanten Filme des Regisseurs gewöhnt haben - fest steht, dass "The House that Jack Built" bei seiner Weltpremiere für weitaus weniger Aufschrei sorgt, als so manch anderer Film des Skandalregisseur. Und das obwohl von Trier sich redlich Mühe gibt, zu schockieren - nicht nur mit dem Inhalt des Psychothrillers, der mit etlichen Gewaltszenen durchsetzt ist, sondern auch mit manch provokanter Äußerung am Rande der Festivals. Er habe mit dem Film einmal mehr einen Traum seiner Mutter erfüllt, sagt er in einem Fernsehinterview. Die Erklärung des Satzes liefert er gleich mit. Die erste große Liebe seiner Mutter sei ein Architekt gewesen. Der hätte das Haus gebaut, in dem er, von Trier, heute lebe.

Außerdem äußert sich der Filmemacher zum Ausmaß der Gewalt, die sich in "The House that Jack Built" vor allem gegen Frauen richtet. Auf dem Höhepunkt der #MeToo-Debatte gibt er die Erklärung zum Besten: Ihm sei aufgefallen, wie viele Frauen von Serienkillern fasziniert seien. Einige von ihnen stammten aus seinem privaten Umfeld. Seine Ex-Frau etwa hätte sich geradezu leidenschaftlich für Serienkiller interessiert. Dass diese Aussage in der Zeit hitzig geführter Diskussionen um geschlechtliche Gleichberechtigung untergeht, mag vielleicht auch darin begründet sein, dass der Filmemacher wenige Monate zuvor für weitaus größere Schlagzeilen sorgt. Die isländische Sängerin Björk wirft dem Filmemacher sexuelle Belästigung vor.

Nicht zuletzt wagt sich von Trier mit "The House that Jack Built" an eines der letzten Tabus der Kunst. Während Serienkiller Jack im Ausleben seiner perversen Triebe selbst Kinder nicht verschont, schreckt der Regisseur nicht davor zurück, die Gewalt in aller Deutlichkeit ins Bild zu rücken. Dass dieses und jenes rund um den Psycho-Thriller durchaus schockiert, jedoch keine so hohen Wellen schlägt, wie man es von Trier sonst gewohnt ist, kann man auch wie folgt interpretieren: nichts Neues vom Agent Provocateur.
The House That Jack Built

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The House That Jack Built: Zweiter Trailer (fsk 12)

"The House That Jack Built" erzählt von einem Serienkiller, der seine Morde als Teile eines Gesamtkunstwerks sieht.  Clip starten

The House That Jack Built: Erster Trailer (fsk 16)

Dieser Serienkiller versteht seine Morde als Teile eines Gesamtkunstwerks.  Clip starten
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