Heil
X Verleih
Heil

Heil

Originaltitel
Heil
Genre
Romanze, Komödie
Land /Jahr
Deutschland 2015
 
103 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
16.07.2015 ( Kino Deutschland ) bei X Verleih
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsTrailersGalerieDVDs
Gesellschaftskritische Farce mit Benno Fürmann
Wir schreiben das Jahr 70 nach Ende des Nationalsozialismus': In einem kleinen Kaff irgendwo in einem der neuen Bundesländer schmieren Rechtsradikale wieder menschenverachtende und ausländerfeindliche Parolen an die Wände. Der Anführer des asozialen braunen Packs ist Sven (Benno Fürmann). Der will der Welt unbedingt zeigen, dass er und seine Bande nicht nur Sprüche klopfen können. Zudem will er seiner Taten fordernden Freundin Doreen (Anna Brüggemann) zeigen, was für ein Zampano er ist.

Die Gelegenheit bietet sich den Neonazis, als Sebastian Klein (Jerry Hoffmann) in der Kleinstadt auftaucht. Der afrodeutsche Autor ist eigentlich angereist, um sein neues Buch über die Integration von Migranten vorzustellen. Die Rechten sind nicht begeistert und empfangen den Mann ihrem Intellekt gemäß mit einem Schlag auf den Kopf. Als Sebastian wieder zu sich kommt, wird er zum Sprachrohr des fanatischen Sven - zur Überraschung nicht nur seiner Leser, sondern auch seiner hochschwangeren Freundin in Berlin.
Nach dem beklemmenden Religionsdrama "Kreuzweg" geht es in Dietrich Brüggemanns neuem Film schwindelerregend turbulent zu. Mit "Heil" hat einer der vielseitigsten deutschen Filmemacher eine bitterböse Farce über neo-nationalsozialistische Tendenzen in der deutschen Gesellschaft und dem Umgang mit der Thematik in der Öffentlichkeit inszeniert. Brüggemann entlarvt auf der einen Seite die Anhänger der rechten Szene als dumpfe und seelenlose Individuen, auf der anderen Seite verballhornt der Regisseur auch die Verfechter von Freiheit und Menschlichkeit, deren sinnentleertes Gerede über das Problem im Nichts verpufft oder allenfalls eine bürokratische Erbsenzählerei generiert.

Mit "Heil" setzt Brüggemann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit seiner Schwester Anna fort, die immer wieder in den Filmen ihres Bruders mitspielt ("Renn, wenn Du kannst", "3 Zimmer/Küche/Bad") und mit dem Autodidakten auch die Drehbücher schreibt. Für "Kreuzweg", einem Drama über den Leidensweg einer jungen Frau unter dem Einfluss ihrer streng-religiösen Familie, wurden die beiden bei der Berlinale 2014 mit dem Drehbuchpreis prämiert. Zeichnet sich "Kreuzweg" durch formalen Minimalismus aus, herrscht bei "Heil" das Prinzip Entgrenzung. Was sich nicht zuletzt in der Wahl der Nebendarsteller niederschlägt. So erweitert Brüggemann die Hauptbesetzung um mehrere Cameo-Auftritte, die neben ihm unter anderen auch von Regisseur Andreas Dresen bekleidet werden.
Willy Flemmer, Filmreporter.de
Heil: Der offizielle Trailer .. 
Nach dem formal strengen Religionsdrama "Kreuzweg" hat der vielseitige Regisseur Dietrich Brüggemann mit "Heil" eine turbulente Gesellschaftssatire über Rassismus und dem Umgang...
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2021