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Dem Horizont so nah

OriginaltitelDem Horizont so nah
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2020
FSK & Länge ab 12 Jahren • 117 min.
KinoDeutschland
AnbieterStudioCanal Germany
Kinostart10.10.2019
RegieTim Trachte
DarstellerJannik Schümann, Luna Wedler, Luise Befort, Victoria Mayer, Jamie Bick, Henry Horn
Homepage http://www.demhorizontsonah.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGaleriebewerten

Junges Paar erlebt Augenblick der Seligkeit

Jessica (Luna Wedler) steht mit 18 Jahren noch ganz am Anfang ihres Leben. Die Zukunft liegt rosig vor ihr. Den Träumen folgen erste Erfahrungen. Jessica begegnet einem jungen Mann. Sie verliebt sich unsterblich in Danny (Jannik Schümann). Der sieht zwar umwerfend gut aus, ist selbstbewusst und charmant. Doch hinter dem äußeren Glanz verbirgt sich ein düsterer Abgrund. Und in den droht auch Jessica zu fallen. Lange kann die Zweisamkeit von Jessica und Danny nicht dauern, denn das Schicksal will es anders. Doch die beiden kämpfen, sie wollen so viel wie möglich aus ihrer Liebe rausholen. Sie leben nicht für morgen, sondern im Jetzt, unbedingt und intensiv.
'Ein Augenblick der Seligkeit. Genügt er denn nicht für ein ganzes Menschenleben". Diesen Satz lässt Fjodor M. Dostojewski seinem im Unglück glücklichen Helden am Ende der Erzählung "Weiße Nächte" schlussfolgern. Der junge Mann hat sich gerade unsterblich verliebt, doch seine Nastenka kehrt ihm den Rücken und schlüpft in die Arme eines Anderen. Da steht er also da, der Liebende - wieder alleine und einsam wie zuvor. Unglücklich will er diesmal aber nicht sein. Warum auch? Man muss doch nicht ein Leben lang glücklich sein, es genügt schon ein seliger Augenblick. Von dieser tröstenden Erkenntnis, die schon so manch unglücklich Liebenden der letzte Strohhalm war, zehrt auch "Dem Horizont so nah". Auf den Punkt gebracht wird die Weisheit diesmal so: "Es kommt nicht drauf an, wie lange man lebt, sondern wie tief".

Geadelt wird der simple Aphorismus diesmal nicht vom Genie eines großen Dichters, sondern der Wirklichkeit. Denn geschrieben hat die Geschichte das Leben selbst. Erlebt hat sie die Autorin Jessica Koch, die sie nach langem Zögern im gleichnamigen Roman verarbeitet. Die Form, in die sie und dann die Filmemacher Ariane Schröder (Drehbuch) und Tim Trachte (Regisseur) den Stoff verpacken, ist die des Melodrams. Schon der Titel spricht dafür, der mit großem Wortpathos auf das Zappeln des Menschen zwischen Schicksals- und Gesellschaftsschlägen einerseits sowie Sehnsucht und Hoffnung andererseits verweist. Hinter dem Horizont, also im ungefähren Irgendwo und nicht in der Menschenwelt liegt das Glück versteckt. Das wussten schon die größten Melodramatiker des Kinos, die ihre gesellschafts- und schicksalsgeplagten Helden etwa von der 'Seelen essenden Angst' befreien oder die Seligkeit der Liebenden 'vom Himmel erlauben' und 'in den Wind schreiben' ließen.

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Trailer: 

Dem Horizont so nah: Der Trailer

Girl meets Boy. Eine junge Frau verliebt sich in einen jungen Mann. Der ist schön und selbstbewusst, hat aber ein trauriges Geheimnis.  Clip starten
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