Spun - 2002 | FILMREPORTER.de
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Spun

OriginaltitelSpun
GenreKomödie
Land & Jahr USA 2002
FSK & Länge ab 16 Jahren • 101 min.
KinoDeutschland
AnbieterTOBIS Film
Kinostart07.08.2003
RegieJonas Åkerlund
DarstellerJason Schwartzman, John Leguizamo, Mena Suvari, Patrick Fugit, Brittany Murphy, Peter Stormare
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieKritikDVDsbewerten

Ross (Jason Schwartzman) ist seinen Studienplatz und seine Freundin unfreiwillig losgeworden - nun weiß er nicht mehr weiter. Anschluss findet er bei einer Gruppe von Junkies und Dealern, die in Los Angeles die hippe Modedroge Meth verkaufen. Im großen Stil, versteht sich. Und so hat Ross auf einmal einen neuen Job: als Drogenkurier und persönlicher Assistent des Schöpfers der perversen Drogenmischung, von allen ehrfurchtsvoll "The Cook" genannt (herausragend: Mickey Rourke). Dies ist der Anfang einer Achterbahnfahrt durch schlaflose Täler des Speed-Rausches, ein Trip der Halluzinationen, Perversionen, Aggressionen. Was zählt, ist der ultimative Kick, der Zeit beliebig dehnen kann und einen alles, wirklich alles vergessen lässt - sogar die Nutte (Chloe Hunter), die seit Tagen nackt ans Bett von Ross gekettet ist. Oder die panikartigen Zuckungen, die ihn von Zeit zu Zeit befallen. So ist es nicht verwunderlich, dass Junkies, grüne Hunde, 400 Pfund schwere Frauen und koksende Cops (Peter Stormare und Alexis Arquette) am Ende wunderbar zusammenpassen.
"Spun" ist ein obsessiver, packender Film voller befremdlicher Situationskomik - nichts für schwache Nerven, dafür schlichtweg genial. Das ist eigentlich kein Wunder: "Spun" (zu Deutsch: "Abturn") ist das Spielfilmdebüt des Schweden Jonas Åkerlund (34), der mit düsteren Musikclips für Madonna, Prodigy, U2 und Smashing Pumpkins bereits für Furore sorgte. Dieses Erbe spiegelt sich auch in der Machart des subversiven Streifens wieder. Åkerlunds Gespür fürs Tempo und seine Fähigkeit, Gefühle visuell zu unterstreichen, ziehen den Zuschauer in ihren Bann, lassen ihn jegliche Distanz verlieren. Die Bilder sind verwaschen, ausgebleicht, verfremdet. Sie zeigen eine marode Welt ohne Farbe, Licht oder Hoffnung. "Spun" erfordert von Åkerlund nicht nur Talent, sondern auch eine gewaltige Portion Fleiß: Vor Drehbeginn zeichnet er ein tausend Seiten dickes Storyboard und sitzt ein halbes Jahr lang täglich zwanzig Stunden lang im Schneideraum. Das Ergebnis - 4.500 Schnitte in 100 Minuten Laufzeit - spricht für sich und erzielt die gewünschte Wirkung: Der Kick der Droge wird zur filmischen Realität - und das ohne jegliche lästige Nebenwirkungen!

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Bewertung
7,7
8,0 (Filmreporter)     
 (3 User)

Meinungen

Eher Drama, als Komödie ...

... auf den ersten Blick völlig krank, hat was von Quentin Tarantino, man muss sich schon die ersten Minuten zwingen nicht auf "stop" zu schalten. Dann ist man aber schnell... mehr
18.08.2005 06:40 Uhr - suesserTeufel

Trailer: 

Spun

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