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Narren

Originaltitel
Narren
Genre
Drama
 
Deutschland 2003
 
90 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
11.09.2003 ( D ) bei Neue Visionen
 
 
Regie
Darsteller
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Schwarzhumoriges Drama von Tom Schreiber

Roman (Christoph Bach) erlebt im rheinischen Karneval Leidenschaft, Schuld, Liebe und Tod. Die Bilder der feiernden, gnadenlos betrunkenen Narren wirken auf den jungen Architekten unwirklich und deplaziert. An jeder Ecke schwanken, lallen, kreischen und lachen die enthemmten Massen. Die sonst so spießigen Bürger sind außer Rand und Band. Sein Boss (Christian Tasche) gibt jede Distanz auf, duzt Roman, der erst in sein Architekturbüro eingetreten ist, der Polizist (Peter Clös) fühlt sich nicht mehr zuständig für die Einhaltung von Recht und Ordnung. Dass das romantische Abenteuer der letzten Nacht von den Kollegen inszeniert - sprich bezahlt war, macht die Situation für den schüchternen Roman nicht leichter zu ertragen. Zu den eher dramatischen Erfahrungen gehört auch, dass er hilfloser Zeuge eines Totschlags wird. Seine Wahrnehmung wird immer unwirklicher, verfällt der junge Mann dem Wahnsinn?


Tom Schreiber hat sein zu der Reihe "radikal digital" gehörende schwarzhumorige Drama ganz der Dekonstruktion des Kölner Karnevals verschrieben. Inszenierung und reales Karnevaltreiben sind kunstvoll verwoben, mit der unauffälligen Digitalkamera konnte sich der junge Regisseur und sein kleines Team fast unbemerkt in dem bunten Treiben bewegen. Seine Satire auf die beliebte, jährlich wiederkehrende organisierte Fröhlichkeit lässt keinen Zweifel über seine mangelnde Freude am Karneval rheinischer Ausprägung.
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