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Lara
OriginaltitelLara
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2018
FSK & Länge ab 0 Jahren • 99 min.
KinoDeutschland
AnbieterStudioCanal Germany
Kinostart07.11.2019
RegieJan Ole Gerster
DarstellerCorinna Harfouch, Tom Schilling, Volkmar Kleinert, André Jung, Gudrun Ritter, Rainer Bock
Links IMDB
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Intimes Drama mit grandioser Corinna Harfouch

Ihr 60. Geburtstag soll für Lara Jenkins (Corinna Harfouch) der letzte sein. Doch als sie nach dem Aufstehen einen Stuhl in Richtung des Fensters ihrer Hochhauswohnung rückt, klingelt die Polizei. Sie wird als Zeugin für die Durchsuchung einer Nachbarswohnung gebraucht. Mit der unverhofften Aufmerksamkeit kehren die Lebensgeister zurück.

Lara erwirbt die letzten 22 Karten für den abendlichen Auftritt ihres Sohnes Viktor (Tom Schilling), bei dem der gefeierte Klaviervirtuose seine erste eigene Komposition vorstellen soll. Lara ist nicht eingeladen, obwohl sie ihn einst förderte und unterrichtete. Die Verletzung über die Zurückweisung sitzt tief.
Jan Ole Gersters intimes Drama folgt der grandiosen Corinna Harfouch über 24 Stunden. Über ihr Handeln und die von Harfouch jederzeit transparent gemachten Gefühle Laras entwickelt die Geschichte einer komplizierten Mutter-Sohn-Beziehung einen Sog, den sich der Zuschauer schwer entziehen kann. Bei ihr sitzt jeder kleine Blick, jede Geste.

Die Grundkonstellation des Films erinnert an Michael Hanekes "Die Klavierspielerin", Gersters zweite Regiearbeit nach dem Überraschungshit "Oh Boy" braucht sich aber hinter dem großen Vorbild nicht zu verstecken und setzt starke eigene Akzente. Der sexuelle Aspekt, die sexuelle Selbstbefreiung, rückt in seinem Blick auf den Generationenkonflikt in den Hintergrund. Er spricht grundsätzliche Fragen von Erziehung und Bildung in der modernen westlichen Gesellschaft an, in der der Wunsch von Eltern, ihren Kindern möge es einst besser gehen als ihnen immer öfter mit einem Gefühl des Verzichts auf die eigene Karriere kollidiert. Vor allem bei Frauen, die den Beruf an den Nagel hängen und den eigenen Ehrgeiz auf die Kinder projizieren.

Wie schwer die Balance zwischen Fördern und Kind-sein-lassen fällt, zeigen auch die Diskussionen um Helikopter-Eltern und Tiger-Mütter. "Lara" ist ein emotional ergreifender Film über das Loslassen von Kindern, insbesondere bei alleinerziehenden Müttern, die alleine bleiben und die Lücke emotional füllen müssen. Dafür braucht es meist auch einen kritischen Blick zurück auf eigene Entscheidungen. Hier macht es sich der Film mit einer Selbstbefreiungsaktion Laras am Ende ein bisschen zu einfach.

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