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©Universal Pictures Germany (UPI)
Ich war noch niemals in New York
OriginaltitelIch war noch niemals in New York
GenreMusical
Land & Jahr Deutschland 2019
FSK & Länge ab 0 Jahren • 128 min.
KinoDeutschland
AnbieterUniversal Pictures International (UPI)
Kinostart17.10.2019
RegiePhilipp Stölzl
DarstellerHeike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht, Michael Ostrowski, Pasquale Aleardi
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Filmadaption des Udo Jürgens-Musicals

Lisa Wartberg (Heike Makatsch) ist ein Kotzbrocken. Ihre Mitarbeiter kanzelt die Fernsehmoderatorin regelmäßig als unfähig ab, doch den Sinkflug der Quoten ihrer seichten Show kann sie damit auch nicht aufhalten. Ihre in einfachen Verhältnissen lebende Mutter Maria (Katharina Thalbach) ist ihr peinlich. Daher hat sie auch in diesem Jahr deren Geburtstag vergessen und ist von der Einladung zum gemeinsamen Tortenessen genervt.

Mit ihrem Uralt-Radio tröstet sich Maria über die Absage mit Udo Jürgens frühem Hit "Ich war noch niemals in New York" als sie durch einen Unfall ihr Gedächtnis verliert. Im Krankenhaus hat sie nur einen Gedanken. Sie muss unbedingt zum Big Apple. Als blinde Passagierin schleicht sie sich auf ein Kreuzfahrtschiff, im Schlepptau ihre Tochter und deren Maskenbildner Fred (Michael Ostrowski).

Das Trio fliegt auf und muss sich mit Putzdiensten die Überfahrt verdienen. Dabei stoßen sie auf den trauernden Witwer Axel (Moritz Bleibtreu), der die Asche seiner Frau in den Hudson River kippen will, und dessen Sohn Florian (Marlon Schramm). Zwischen Lisa und Axel entspannen sich schnell erste zarte Bande. Auch Maria findet einen Verehrer. Mit Bord-Entertainer Otto (Uwe Ochsenknecht) entdeckt sie die gemeinsame Vergangenheit und frische Schmetterlingsgefühle, dabei verwandelt sie sich vom Mauerblümchen zur Rose. Fred verliebt sich schließlich in den griechischen Bordzauberer Costa (Pasquale Aleardi).
Frei nach dem gleichnamigen Musical inszenierte Kinoepen- und Opernregisseur Philipp Stölzl ("Der Medicus") einen beschwingten und mitreißenden Film mit den größten Hits von Musik-Legende Udo Jürgens. Die Texte der Schlager wurden der Geschichte angepasst. Nicht nur Fans des Österreichers haben ihren Spaß an den Neuinterpretationen, bei denen sich trotz aller künstlerischen Brillanz immer wieder die Wehmut über den Verlust dieses einzigartigen Entertainers einstellt.

Stölzl gibt sich keine Mühe zu verbergen, dass er die Meisterwerke des Genres hemmungslos zitiert. Wie bei Quentin Tarantino überwiegt aber der Spaß an der Entdeckung der Parallelen und ihrer liebevollen Verwurstung. Dabei haben die Schauspieler sichtbar Spaß am Gesang und Tanz. Heike Makatsch und Katharina Thalbach liefern wie erwartet solide Gesangseinlagen. Die schrägen Töne von Moritz Bleibtreu passen hervorragend zu dem schüchternen Papa, der Angst vor der neuen Liebe hat. Last not least überrascht Uwe Ochsenknecht mit musikalischen Talent und auch Stefan Kurt schmettert gekonnt einige Lieder und legt als treu sorgender Kapitän mit Sascha Hehn-Traumschiff-Touch eine kesse Sohle aufs Parkett.

Natürlich lehnt sich der gesamte Film mit seinen drei Liebesgeschichten an diversen Fernsehklassiker an. Der gute alte, ein wenig spießige Heimatfilm, in dem die Liebe alle Schranken überwindet, feiert seine Wiedergeburt in modernisiertem Gewand. Ohne die Handys würde sich der Zuschauer eher in den 1960er und frühen 1970ern wähnen, aber das ist gewollt.

Insgesamt wirkt der Film wie ein aus der Zeit gefallener bunter Knallbonbon. Diese Mischung garantiert beste Unterhaltung und auch die Taschentücher bleiben nicht ungenutzt. Allerdings nicht zum Weinen, als vielmehr zum Lachen über die liebevolle Einbettung der Evergreens in die Geschichte und deren Interpretation.

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Ich war noch niemals in New York: Zweiter Trailer
Hier ist der zweite Trailer des Filmmusicals.  Clip starten
Ich war noch niemals in New York: Der Trailer
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