Das Familienfoto - 2018 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS
©Alamode Filmdistribution

Das Familienfoto

OriginaltitelPhoto de Famille 
GenreKomödie
Land & Jahr Frankreich 2018
FSK & Länge ab 0 Jahren • 98 min.
KinoDeutschland
AnbieterAlamode Filmdistribution
Kinostart16.05.2019
RegieCécilia Rouaud
DarstellerVanessa Paradis, Camille Cottin, Pierre Deladonchamps, Jean-Pierre Bacri, Chantal Lauby, Laurent Capelluto
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGaleriebewerten

Großvater stirbt - seine Sippe streitet

Die Welt dieser Familie bricht nicht gerade zusammen, als ihr Vater bzw. Großvater stirbt. Die Enkel sind alle mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt. Mao (Pierre Deladonchamps) ist erfolgreicher Videospiel-Entwickler und hat für familiäre Belange kein Interesse. Seine Schwester Gabrielle (Vanessa Paradis) verdient ihren Lebensunterhalt als lebende, goldüberzogene Statue, als die sie an der Seine den Pariser Flaneuren das Geld aus der Tasche lockt. Ihrem zwölfjährigen Sohn Solal (Jean Aviat) ist der Job seiner Mutter einfach nur peinlich. Und da ist da noch das dritte Geschwister, Elsa, die hin und hergerissen in Bezug auf das Kinderkriegens ist.

Dennoch kommt die Familie schließlich zu der Beerdigung des Familienpatriarchen zusammen. Auch die Eltern der Geschwister sind anwesend. Dabei leben Pierre (Jean-Pierre Bacri) und Claudine (Chantal Lauby) seit Jahren getrennt. Mittelpunkt der Trauerfeier wird jedoch die Witwe des Verstorbenen. Die alte Dame, die immer mehr in die Gedächtnislosigkeit abdriftet, hat für alle Anwesenden eine dicke Überraschung parat. Sie verkündet, dass sie in ihrem Heimatdorf Saint Julien sterben wolle. Trotz der sentimentalen Erinnerungen aller an den idyllischen Ort kommt es bald zu Streitigkeiten zwischen den Familienangehörigen.
Sieben Jahre nach ihrem Spielfilmdebüt "Je me suis fait tout petit" (Frei übersetzt: 'Ich habe mich ganz klein gemacht') legt Cécilia Rouaud ihren zweiten Spielfilm vor. Nach der Komödie um einen Mann, der von Frau und Töchtern verlassen wird, thematisiert die französische Filmemacherin erneut dysfunktionale Familienbeziehungen. 'Mir scheint, wir sind alle von unseren Familiengeschichten mehr oder weniger geprägt', sagt Rouaud dazu in einem Interview. 'Es können komplizierte oder eher unkomplizierte Beziehungen sein, aber sie haben immer eng mit dem zu tun, wer wir sind und welche Wahl wir treffen.'

Den Wert der Familie untergraben will die Filmemacherin indes nicht. Kein innerfamiliärer Konflikt ist so groß, als dass er nicht überwunden werden könnte. 'Man kann seiner Familie nicht entkommen und kehrt irgendwie immer zu ihr zurück', so Rouaud. Die Rückkehr in den Schoß der Familie ist jedoch keine Rückkehr ins Paradies - darüber macht sich die Filmemacherin keine Illusionen. Ein Rest Unbehagen bleibt. Die Konflikte können nicht gänzlich gelöst werden, aber man kann vielleicht doch irgendwie seinen Frieden damit schließen. 'Ich wollte einen Film drehen' fügt Rouaud hinzu, 'der zeigt, wie man vielleicht doch ein wenig Abstand gewinnen kann.'
Das Familienfoto

Bewertung abgeben

Bewertung
 (0 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!

Trailer: 

Das Familienfoto: Der Trailer

Als Opa stirbt, kommt die Familie zur Trauerfeier zusammen. Getrauert wird nicht, den Alten mochte keiner.  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 
Die Tragikomödie "Das Familienfoto" ist unter anderem mit der Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis besetzt. mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGaleriebewerten
© 2019 Filmreporter.de