Border - 2018 | FILMREPORTER.de
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Border

OriginaltitelGräns
GenreFantasy, Romanze
Land & Jahr Schweden/Dänemark 2018
FSK & Länge ab 16 Jahren • 110 min.
KinoDeutschland
AnbieterWild Bunch
Kinostart11.04.2019
RegieAli Abbasi
DarstellerEva Melander, Eero Milonoff, Jörgen Thorsson, Ann Petrén, Sten Ljunggren, Kjell Wilhelmsen
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsTrailerGalerieDVDsbewerten

Wilder Genre- und Themenmix von Ali Abbasi

Im hohen Norden Schwedens, im Hafen von Umea, überprüft die Grenzbeamtin Tina (Eva Melander) die Ankommenden der Fähre von Finnland. Sie hat einen phänomenalen Geruchssinn, ihre feine Nase erkennt sogar die Gefühle von Menschen. Tina erkennt so, wenn Passagiere Angst haben, mit ein paar Flaschen Alkohol, mehreren Stangen Zigaretten oder gar harten Drogen erwischt zu werden. Unter den Kollegen ist sie geachtet, auch wenn sie außerhalb der Arbeit ihrer eigenen Wege geht.

Tina war stets und ist auch noch heute eine Außenseiterin, als Kind hielt sie sich für etwas Besonders, obwohl sie gemobbt wurde. Heute sieht sie sich selbst als hässliche Frau. Ihr Kopf ist geformt wie der eines Neandertalers, die Zähne schlecht, die Haare hängen einfallslos und struppig herab. Sie ist klein, ihr Körper wirkt unförmig.

Tinas Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie Vore (Eero Milonoff) begegnet, der ihr nicht nur äußerlich ähnelt sondern ihr auch ein neues Universum eröffnet. Er offenbart Tina ihre geheim gehaltene Herkunft.

Einmal mehr berührt ein künstlerisches Werk beim Blick auf das persönliche Schicksal einer Figur ein düsteres Kapitel Schwedens von Experimenten an Menschen, die ein bisschen anders sind als die Mehrheit.

Tina und Vore verlieben sich ineinander, erleben eine magische Romanze und werden zu Fremden in der menschlichen Zivilisation. Tina muss sich entscheiden, ob sie mit Tore eine gemeinsame Zukunft aufbaut oder in ihr altes Dasein in der menschlichen Zivilisation zurückkehrt.
Die hübsche und schlanke Schauspielerin Eva Melander nahm etliche Kilo zu und saß jeden Tag vier Stunden in der Maske, um sich in Tina zu verwandeln. Göran Lundström und Pamela Goldammer wurden für ihre Arbeit 2019 für den Oscar nominiert.

Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung aus John Ajvide Lindqvists Geschichtensammlung "Gräns", die in Deutschland 2017 unter dem Titel "Die Grenze" erschien. Dem Originaltitel "Gräns" entspricht im Gegensatz zum englischen und deutschen Kinotitel "Border" die vielschichtigere Bedeutung des deutschen Begriffs Grenzen sehr viel mehr. Denn diese trennt hier nicht nur zwei Länder, sie trennt Ethnien und letztlich auch die reale Welt von der mythischen.

Der Film des in Dänemark lebenden Regisseurs iranischer Abstammung Ali Abbasi ist ein wilder Genre- und Themenmix aus Herkunftssuche, Sozialdrama, Liebesromanze, Folklore und Fantasy-Märchen. Getragen von betörenden Bildern, erzählt er eine tiefgründige Parabel über das Menschsein an sich, moralische Werte und die dünne Decke der Zivilisation, über Rassismus und den Umgang mit Fremden.

"Gräns" überzeugte beim Filmfestival von Cannes 2018 die Juroren der Reihe Un Certrain Regard, er war zudem für den Europäischen Filmpreis und den Oscar nominiert. Außerdem wurde er mit dem schwedischen Filmpreis Guldbagge für den Besten Film ausgezeichnet, bei den Schauspielern gewannen Eva Melander und Vore-Darsteller Eero Milonoff.

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Border (2018): Der Trailer

Im hohen Norden Schwedens, im Hafen von Umea, überprüft die Grenzbeamtin Tina (Eva Melander) Ankommende der Fähre aus Finnland. Sie hat einen...  Clip starten
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