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The Woman in the Window

OriginaltitelThe Woman in the Window
GenreKrimi
Land & Jahr USA 2019
KinoDeutschland
Anbieter20th Century Fox
Kinostart17.10.2019
RegieJoe Wright
DarstellerAmy Adams, Gary Oldman, Julianne Moore, Anthony Mackie, Wyatt Russell, Brian Tyree Henry
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. Datenbewerten

Psycho-Thriller im Stil von "Fenster zum Hof"

Anna Fox (Amy Adams) führt in ihrer New Yorker Wohnung ein Einsiedlerleben. Der Grund: Die junge Frau leidet extrem an Agoraphobie, der Angst vor weiten Plätzen und Menschenansammlungen. Ihre deshalb eher einsamen Tage verbringt die frühere Kinder-Psychologin mit dem exzessiven Konsum von Alkohol und damit, im Fernsehen alte Film-Klassiker zu schauen. Während sie einer glücklichen, längst vergangenen Zeit nachtrauert, spioniert sie zudem am liebsten ihre Nachbarn aus.

Bei ihrem moralisch nicht ganz einwandfreien Hobby wird Anna Zeuge eines Verbrechens, das sich in der unmittelbaren Nachbarschaft ereignet. Sie sieht, wie die Ehefrau und Mutter einer neu zugezogenen Familie erstochen wird. Anna versucht zu helfen, wird jedoch von ihrer Krankheit abgehalten. Später will niemand ihrer Geschichte Glauben schenken, zumal die vermeintliche Tote sich als quicklebendig erweist. Doch Anna hegt Zweifel, ob Jane Russell (Julianne Moore) tatsächlich diejenige ist, die sie vorgibt zu sein.
Mit "The Woman in the Window" hat Joe Wright den gleichnamigen Roman von A.J. Finn inszeniert. Vorlage und ihre Adaption schwimmen auf einer Trendwelle von Büchern und Filmen über Frauen, die zu einem Dreh- und Angelpunkt in einem undurchsichtigen Kriminalfall werden. Undurchsichtig ist der Kriminalfall auch deshalb, da das Geschehen meist aus Sicht der psychisch gestörten Frau erzählt wird, deren Verstand nicht selten zusätzlich durch die Einnahme von Suchtmitteln vernebelt wird. Der deutsche Untertitel des Romans "The Woman in the Window", "Was hat sie wirklich gesehen?", trägt das Vexierspiel-Programm bezeichnenderweise im Titel.

Kulturhistorisch stehen die Bücher und Filme wie "Gone Girl - Das perfekte Opfer", "Girl on the Train", "Nur ein kleiner Gefallen" und nun "The Woman in the Window" im Kontext der Bemühung der Unterhaltungsindustrie in den 2010er Jahren, verstärkt auf Bücher und Filme von und über Frauen zu setzen. Allerdings bleibt Hollywood in dem Weltverbesserungsvorhaben auf halber Strecke stecken. Während die genannten Buchvorlagen allesamt von Autorinnen verfasst sind, legen die Produzenten deren Verfilmungen in die Verantwortung männlicher Regisseure. Ist das noch bemerkenswert oder schon bezeichnend?

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