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Joker

Originaltitel
Joker
Genre
Fantasy
 
USA 2019
 
122 min, ab 16 Jahren (fsk)
Kinostart
10.10.2019 (D) bei
Warner Bros. Pictures
Regie:
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Joker
Warner Bros. Pictures Germany
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Joaquin Phoenix in der Rolle der Batman-Nemesis

Gotham City im Jahr 1981. Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) hat im Leben nicht viel zu lachen. Von der Gesellschaft wird der psychisch labile Mann immer wieder mit Schlägen traktiert. Und doch möchte Arthur als Clown die Menschen zum Lachen bringen. Es ist ein vergeblicher Traum. Denn lustig finden ihn weder seine Zuschauer noch sein großes Idol, der Moderator Murray Franklin (Robert De Niro). Selbst seine kranke Mutter (Frances Conroy) kann über seine Witze nicht lachen. Doch eines Tages findet Arthur zu sich selbst. Als Clown nicht ernstgenommen, beginnt er die Menschen als skrupelloser Joker das Fürchten zu lehren.


"Joker" grenzt sich von den handelsüblichen Comicverfilmungen ab. Actionbombast, spektakuläre Digitaleffekte und omnipotente Weltenretter sucht man hier vergeblich. Im Fokus der düsteren Erzählung steht vielmehr ein Mann, der in einer verkommenen Welt zu einem Antihelden wird. "Joker" erzählt also eine so genannte origin story, eine Ursprungsgeschichte. Es geht darum, wie der Titelheld zu dem wurde, als den wir ihn kennen, dem ultimativ Bösen, an dem sich der dunklere Ritter alias Batman die Zähne ausbeißt.

Der Fokus von "Joker" liegt damit auch auf der Gesellschaft, die Arthur Fleck aus ihrer Mitte verbannt. Der Joker ist böse, weil er von seinen Mitmenschen zu einem solchen gemacht wird. Während wir diesen Aspekt schon aus so mancher Kino- und TV-Adaption kennen, ist die Herkunft des Schurken aus der Welt der Comedy ein Leinwand-Novum. Der Joker wird hier seinem Namen gerecht, er ist der irre gewordene Clown, der es der moralisch verkommenen Menschheit mit gleicher Münze heimzahlt.

Mit dieser Herangehensweise an den Comic-Stoff öffnet sich für die Filmemacher auch eine ganze Welt filmkultureller Verweise. "Joker" will nicht in der Liga spielen, in der die "Avengers" und die Mitglieder der "Justice League" um die Gunst des Publikums wetteifern. Dafür wurzelt das Drama im sozialkritischen Kino der 1970er und 1980er Jahre. Vor allem die Filme Martin Scorseses aus jener Zeit dürfte für das Comicdrama von Todd Phillips Pate gestanden haben, allen voran die Klassiker "Taxi Driver" und "The King of Comedy".

Die Messlatte für die Kreativen vor und hinter der Kamera von "Joker" liegt jedoch nicht nur des selbst gesteckten Ziels wegen hoch. Der Titelheld gehört überhaupt zu den anspruchsvollsten Charakteren im Archiv von DC Comics. Schon so mancher Künstler hat sich an ihm abgearbeitet. In der Comicbranche verpassen ihm Comicautoren- und Zeichner wie Bob Kane und Alan Moore seine Schattierungen und Facetten. Für die Leinwand toben sich unter anderem Tim Burton, Christopher Nolan und David Ayer an dem Charakter aus.

Nicht zuletzt ist der Joker in schauspielerischer Hinsicht eine Nuss, die es zu knacken gilt. Einige der größten des Fachs haben sich an die Figur gewagt. Denkwürdig sind die Leistungen von Cesar Romero (in der "Batman"-Serie" der 1960er Jahre), Jack Nicholson ("Batman") und Heath Ledger ("Dark Knight"). Als Joaquin Phoenix die Rolle des "Jokers" annimmt, schwebt über ihm vor allem die Leistung Ledgers wie ein Damoklesschwert. Als "Joker" 2019 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig uraufgeführt wird, sind sich einige Kritiker sicher: Phoenix hat Ledger sogar übertroffen.
Robert De Niro  in "Joker" (2019)
Warner Bros. Pictures Germany, Niko Tavernise

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Joker: Der Trailer "Joker" ist keine handelsübliche Comicverfilmung. Vielmehr hat Todd Phillips eine Charakterstudie um den Batman-Erzfeind gedreht. Es beschreibt wie Joker zu...  Clip starten

"Joker" ist keine handelsübliche Comicverfilmung. Vielmehr hat Todd Phillips eine Charakterstudie um den Batman-Erzfeind gedreht. mehr
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